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Hans Krankl war Córdoba-Held, ÖFB-Nationaltrainer und lange der härteste Kritiker von Ralf Rangnick. Ein Gespräch über Patriotismus, den Teamchef und Österreichs Chancen bei der WM.
Der Platz von Hans Krankl in den Geschichtsbüchern wurde zum Sinnbild für die deutsch-österreichische Fußball-Feindschaft. Der 73-jährige Wiener firmiert als Held von Córdoba, weil er bei der WM 1978 in Argentinien die Deutschen mit zwei Treffern aus dem Turnier gefegt hat. Noch heute, fast 50 Jahre später, wird er dafür gefeiert.
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Krankl war zu Spielerzeiten ein Super-Stürmer, der für den großen FC Barcelona auflief und über einen knallharten Schuss verfügte. Ein Nationalheld wie aus dem Bilderbuch, der Anfang des Jahrtausends auch Teamchef des österreichischen Nationalteams war. Krankl ist ein glühender Patriot, der Österreichs Fußball immer mit viel Stolz vertrat. Mit Ralf Rangnick, dem ÖFB-Teamchef aus Deutschland, kann er wenig anfangen – obwohl der Schwabe Österreich erstmals seit 28 Jahren wieder zu einer Weltmeisterschaft geführt hat.
Krankl hat seine Trainerkarriere schon lange beendet, seither ist er als Fußball-Experte für den TV-Sender Sky tätig. Wie verfolgt Nationalheld Krankl die WM? Und was traut er Österreich unter dem deutschen Trainer zu?
Ich fahre nicht nach Amerika. Früher bin ich regelmäßig dort gewesen.Hans Krankl
Mir gefällt, dass er den Landesfürsten im ÖFB das Wilde runterräumt.Hans Krankl
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Infos und Quellen
Daten und Fakten
- Hans Krankl, 73, war einst Österreichs erfolgreichster Stürmer, der mit seinen beiden Toren beim 3:2 gegen Deutschland (WM 1978) zum Helden von Córdoba wurde. Hans Krankl spielte in seiner Karriere etwa für den SK Rapid Wien und den FC Barcelona. Er absolvierte 69 Spiele für die Nationalmannschaft und erzielte dabei 34 Treffer. Damit liegt er auf Rang 3 der ewigen ÖFB-Bestenliste. Von 2002 bis 2005 war Krankl auch österreichischer Teamchef. Seit Jahren ist er für den TV-Sender Sky als Experte tätig. Krankl ist auf seine Privatsphäre bedacht und gilt als zuweilen launiger, aber auch als launischer Interviewpartner. 1992, als Krankl gerade Rapid-Trainer war, ging ein ORF-Interview in die Geschichte ein. Reporter Wolfgang Koczi wollte Krankl zur sportlichen Misere befragen, der aber schwieg. „Hans Krankl, sagen Sie irgendwas“, forderte er. „U2, morgen Donauinsel“, antwortete Krankl. „Und heute?“ „Guns N’ Roses, Donauinsel.“ Koczi: „Und zum Fußball wollen Sie nix sagen?“ Krankl schwieg wieder.
- Die Fußball-WM findet gerade bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt. Erstmals nehmen 48 Mannschaften an dem Turnier teil. Davor konnten sich nur 32 Teams qualifizieren. Die WM steht aber auch in der Kritik: wegen hoher Ticketpreise, verschärfter Einreisebedingungen und einer befürchteten Selbstdarstellung von US-Präsident Donald Trump. Die FIFA erwartet von der Weltmeisterschaft einen Rekordumsatz von neun Milliarden Euro.
- Österreichs Nationalmannschaft tritt mit einem Legionärsensemble an, die meisten Spieler verdienen ihr Geld in Weltligen. Zu den großen Stars zählen David Alaba von Real Madrid, Marcel Sabitzer von Borussia Dortmund, Marko Arnautović von Roter Stern Belgrad oder Konrad Laimer vom FC Bayern München. Teamchef ist der Deutsche Ralf Rangnick.
- Die ÖFB-Nationalmannschaft wird seit 2011 von ausländischen Trainern betreut. Zuerst war von 2011 bis 2017 der Schweizer Marcel Koller hier tätig, dann bis 2022 der Deutsche Franco Foda und seit vier Jahren der Schwabe Ralf Rangnick.
- Österreich ist erstmals seit 28 Jahren für eine WM qualifiziert – die achte Teilnahme seit 1934. Die größten Erfolge: 1934 gelang Platz 4, 1954 Platz 3, 1978 und 1982 der Einzug in die Zwischenrunde. Seit 36 Jahren hat Österreich aber kein WM-Spiel mehr gewonnen.
- Bei der WM 2026 trifft Österreich in der Vorrunde auf Jordanien, Argentinien und Algerien. Danach könnte im Sechzehntelfinale bereits Europameister Spanien warten.
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