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Saubere Luft als Wirtschaftsmotor

Genese 

In der Rehaklinik Pirawarth in Wien ist WZ-Redakteur Mathias Ziegler der Einsatz von Luftreinigern aufgefallen. Schon davor war ihm mehrfach berichtet worden, dass Eltern daran gescheitert waren, in der Klasse ihrer Kinder Luftreiniger für besseren Infektionsschutz aufzustellen. Eindrücklich waren dann die Werte, die der CO₂-Sensor im Klassenzimmer seines sechsjährigen Neffen (wo kein Luftreiniger im Einsatz ist) lieferte: Man sah genau, wie sich das Stoßlüften auf die Raumluftqualität auswirkte – und dass es oft zu wenig war. Anlass genug, das Thema intensiver zu beleuchten. 

Gesprächspartner:innen 

Daten und Fakten  

In Innenräumen ist aufgrund des beschränkten Luftvolumens die Wahrscheinlichkeit einer Anreicherung infektiöser Partikel generell höher als im Freien, schreibt das Deutsche Umweltbundesamt in einem Beitrag zum Thema Raumluft und Viren. Daher besteht beim Aufenthalt von mehreren Menschen in Innenräumen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Für die Wahrscheinlichkeit, dass es in Innenräumen zu einer Infektion kommt, spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle, etwa die Zahl der anwesenden Personen, deren Aktivität, das Raumvolumen, Luftaustausch und Luftströmung (Stichwort: Lüftung) und eben auch der Einsatz von Luftfiltern. 

Bei UV-C-Luftreinigern, die ab 600 Euro erhältlich sind (plus 60 Euro für neue Leuchtmittel alle paar Jahre), zertrümmert die ultraviolette Strahlung im Gerät die DNA von Viren binnen Sekunden und eliminiert auch Bakterien und Pilze in der durchgeführten Luft. UV-C-Strahlen sind natürliche Bestandteile des Sonnenlichts und sehr energiereich. Ihre stark antimikrobielle Wirkung ist seit Jahrzehnten bekannt. Allerdings kann die herkömmliche UV-C Strahlung, die üblicherweise von Quecksilberdampflampen bei 254 nm emittiert wird, auch für menschliche Zellen schädlich sein. Dies soll mit Far-UV-C-Strahlung im Spektralbereich von 200 bis 230 nm verhindert werden. Diese Geräte kosten allerdings derzeit noch mehrere tausend Euro. Die Initiative Gesundes Österreich (IGÖ) empfiehlt eher Geräte mit Hepa-Filter. Diese bekommt man bereits unter 200 Euro, allerdings muss der Hepa-Filter öfter getauscht werden (beim Hersteller Trotec kostet das etwa 70 Euro pro Jahr). Ein gutes Hepa-Filtergerät erkennt man an der CADR-Zahl (Clean Air Delivery Rate). Der große Vorteil: Sie filtern neben Keimen auch Feinstaub und Allergene aus der Luft, wovon Allergiker:innen profitieren. 

Luftreiniger schützen nicht nur vor Corona, sondern vor jeglicher Art von Viren, Bakterien, sonstigen Keimen und Pilzen. Im Jahr 2022 wurden 45 Prozent der Krankenstände und 23 Prozent der Krankenstandstage in Österreich durch Infektionskrankheiten verursacht. 

Quellen 

Das Thema in anderen Medien