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Schweden: Jugend ohne Job

8 Min
Schwedens Jugendarbeitslosigkeit zählt zu den höchsten in Europa.
© Illustration: WZ, Bildquelle: Getty Images

Schweden gilt in vielen Bereichen als Vorreiter und rankt im internationalen Vergleich hoch in Sachen Wirtschaft, Gesundheit oder Wissenschaft. Ganz vorne mit dabei ist das Land allerdings auch bei der Jugendarbeitslosigkeit.


Der Wartebereich des schwedischen Arbeitsamtes in Malmö ist gesteckt voll. Das verrät ein Blick durch die abgedunkelte Glasfront des Eingangsbereichs. „Für jede Stelle gibt es eine lange Schlange an Bewerber:innen, sie sind hart umkämpft”, erzählt Ester Lundgren und zieht sich dabei den Schal nach oben, damit er ihre Ohren bedeckt. Der Wind peitscht über den Vorplatz des Arbeitsamtes, wo die 17-jährige Schülerin gerade auf den Bus wartet. Im Gespräch mit der WZ spricht sie über die harten Bedingungen für junge Arbeitssuchende in Schweden: „Ich hatte Glück, aber manche meiner Freund:innen suchen schon seit einem Jahr oder länger ohne Aussicht auf einen Job.“

Damit ist sie nicht allein: Immer wieder berichten junge Menschen in Stockholm und Malmö von ähnlichen Erfahrungen am Arbeitsmarkt. Tatsächlich zählt Schweden zu den Ländern mit der höchsten Jugendarbeitslosigkeit in Europa: Laut einer aktuellen Eurostat-Erhebung liegt sie bei 23,8 Prozent.

Auch die 18-jährige Frida Edfelt schickt über Monate zahllose Bewerbungen aus, ohne fündig zu werden. „Man hört nur zurück, man hätte nicht genug Erfahrung, nicht genug Ausbildung, aber das ist schwierig in meinem Alter. Es ist wirklich ein großes Problem. Ich habe das Gefühl, die schwedische Regierung beschäftigt sich nicht damit, aber es braucht jetzt eine Veränderung“, klagt sie.

Doch wer in Schweden über Jugendarbeitslosigkeit sprechen möchte, sieht sich schnell mit einer Relativierung konfrontiert: Die Zahlen seien nur so hoch, weil das schwedische Statistikinstitut Studierende miteinbeziehe, die etwa 40 Prozent der Jugendarbeitslosen ausmachen. Auch hält sich hartnäckig das Gerücht, in anderen Ländern würde man diese nicht hinein rechnen. Die Inklusion von Vollzeit-Studierenden sei laut OECD allerdings internationaler Standard bei der Datenerhebung von Jugendarbeitslosigkeit.

Wie hoch ist die Jugendarbeitslosigkeit wirklich?

„Wer die tatsächlichen Zahlen der Jugendarbeitslosigkeit wissen will, muss die Studierenden abziehen“, erklärt Anders Forslund, Forscher am regierungsnahen Institut IFAU, das die nationale Arbeits- und Bildungspolitik evaluiert, im Gespräch mit der WZ: „Jugendarbeitslosigkeitsphasen dauern meistens nur sehr kurz, die Mehrheit hat kein Problem damit, in den Arbeitsmarkt einzutreten.” Die hohen Zahlen für Jugendarbeitslosigkeit sollten seiner Meinung nach nicht als Indikator für ein soziales Problem verstanden werden.

Anders sieht das Peter Gladoic Håkansson, Wirtschaftsprofessor an der Universität Malmö, der eine solche selektive Betrachtung der Statistik für falsch erachtet: „Wir können uns nicht aussuchen, wie wir Arbeitslosigkeit berechnen, deshalb gibt es internationale Standards.“ Mit Jugendarbeitslosigkeit beschäftigt er sich bereits seit über 10 Jahren und beobachtet dabei sehr wohl strukturelle Hürden, die den Berufseinstieg erschweren und zu Langzeitarbeitslosigkeit führen können.

„Der Berufseinstieg als Outsider ist hart“

Dass der schwedische Arbeitsmarkt gerade für junge Menschen nicht besonders zugänglich ist, hat mehrere Ursachen. Zwei Einflussfaktoren stechen im Zuge der Recherche allerdings besonders hervor: ein unflexibles Bildungssystem und ein intransparenter Recruiting-Prozess.

„Ich habe mich noch nie so viel mit meinen Eltern gestritten“, erinnert sich Olof Karlsson im Gespräch mit der WZ an seine Arbeitssuche nach dem Studium. Gedankenversunken rührt der 27-Jährige in einem Stockholmer Café in seinem Teeheferl: „Sie haben nicht verstanden, dass sich der Arbeitsmarkt verändert hat, dass es für sie viel leichter war, etwas zu finden.” Die Lage hätte sich seit seiner Jobsuche nicht verbessert. Erst vor wenigen Wochen riet er einem 18-Jährigen, sich im Supermarkt zu bewerben, er selbst habe dort gejobbt und wurde gut bezahlt. Der Junge habe ihn nur ausgelacht und erklärt, das wäre einer der am härtesten umkämpften Jobs: „Das war ein Reality-Check für mich: Ich habe meine Stelle damals auch nur über Kontakte bekommen. Der Berufseinstieg als Outsider ist hart, aber für Insider ist das System sehr gut.“

Bei einer Umfrage des schwedischen Arbeitsamts gaben 70 Prozent der Neurekrutierten an, erstmals von ihrer derzeitigen Stelle durch Freund:innen, Familie, soziale Kontakte oder Netzwerke erfahren zu haben. Die Konsequenz tragen dann vor allem junge Menschen und Migrant:innen, die seltener über solche Netzwerke verfügen. Beim Bewerbungsprozess auf Empfehlungen zurückzugreifen, sei ein Trend, der seit den Neunzigern zunimmt.

Das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen ist gewachsen
Peter Gladoic Håkansson, Wirtschaftsprofessor an der Universität Malmö

Das trifft auch auf Lars (Name von der Redaktion geändert) zu. Wie einige seiner Schulfreund:innen und Verwandten hat er seine ersten Berufserfahrungen nämlich am Arbeitsplatz seines Vaters gesammelt. Auf die Frage, ob der 25-Jährige jemanden kennt, der für den allerersten Job nicht auf Bekannte zugegangen ist, folgt erst mal Schweigen. „Ich muss kurz nachdenken.“ Dann: „Zwei meiner Schulfreunde haben sich einfach so beworben, aber sonst fällt mir niemand ein.“ Auch er hofft, nach Abschluss seines Studiums durch Bekannte einen Job vermittelt zu bekommen. Diese Form des Recruitings sorgt laut Gladoic Håkansson für einen Lose-lose-Effekt, denn gleichzeitig gibt es zahlreiche unbesetzte Stellen. „Was wir beobachten, ist, dass das Verhältnis zwischen offenen Stellen und Arbeitslosen gewachsen ist. Das bedeutet, dass der Vermittlungsprozess am schwedischen Arbeitsmarkt immer ineffektiver wird.“

Ein unflexibles System

In Schweden gibt es keine Lehre, so wie man sie in Österreich oder Deutschland kennt. Wer eine praktische Berufsausbildung absolvieren möchte, kann das durch ein Vocational Training in der Schule machen. Der wichtigste Unterschied: Dabei handelt es sich im Vergleich zur Lehre um kein Anstellungsverhältnis. Auszubildende werden demnach nicht offiziell im System als Teil der arbeitenden Bevölkerung erfasst. Mit weitreichenden Folgen: Diese Arbeitserfahrung wird weder auf die Pension angerechnet noch zählt sie als Anspruchsvoraussetzung für Arbeitslosengeld.

„Viele Studien zeigen, dass Länder mit einem Ausbildungssystem wie Dänemark, Deutschland und Österreich eine deutlich niedrigere Jugendarbeitslosigkeit haben“, so Gladoic Håkansson. Als Career Counselor beobachtet er zudem seit Jahren das stagnierende Interesse an Vocational Training. Und das, obwohl es seiner Meinung nach ein sicherer Karriereweg sein könnte. Für diesen müsse man sich allerdings recht früh entscheiden. Ein Verbesserungsvorschlag des Wirtschaftsprofessors ist, den Bildungsweg bis zum Schulabschluss für alle zu vereinheitlichen. Dadurch würde man auch die Option für eine praktische Ausbildung offenhalten. „Ich halte es für ein Problem, mit 15 Jahren einen Beruf für den Rest seines Lebens wählen zu müssen.“

Ein flexibleres Bildungssystem wünscht sich auch Katarina Nilsson. Sie ist Projektleiterin im Bereich Arbeit bei der unabhängigen Jugendorganisation Fryshuset. Bei der Arbeitssuche unterstützt sie sogenannte „NEETs“, junge Menschen, die sich weder in einer Ausbildung noch in einem Training oder in einem Arbeitsverhältnis befinden. Wer die Schule abbricht, hat es laut ihr besonders schwer am Arbeitsmarkt: „Egal welcher Job ausgeschrieben ist, man braucht immer einen Schulabschluss.“ Das bestätigt auch Andreas Gäfvert vom schwedischen Arbeitsmarktservice. Denn rund 40 Prozent der Jugendarbeitslosen, die sich dort registrieren, haben einen recht kurzen Bildungsweg absolviert.

Lösungen in Sicht?

Für das schwedische Bildungssystem sind derzeit einige Reformen geplant, darunter eine Überarbeitung des Vocational Trainings für das Erwachsenenalter. Die Reform, derzeit noch ein Pilotprojekt, soll bis spätestens 2028 in Kraft treten und die berufspraktische Ausbildung attraktiver machen. Geplant ist, die Erwachsenenbildung auf Oberstufenniveau zu heben, mit gezieltem Training in Bereichen, in denen es derzeit Fachkräftemangel gibt. Zu diesen zählen laut Arbeitsmarktservice vor allem das Bauwesen, die Industrie und der Metallbau.

Die Ausbildung soll allerdings weiterhin ein Bildungsprogramm bleiben und sieht keine Bezahlung vor. Diese Maßnahme verspricht mehr Flexibilität in der beruflichen Laufbahn und könnte den Schüler:innen zumindest den Druck einer frühen Entscheidung für ihre berufliche Laufbahn nehmen. Auch das schwedische Benotungssystem soll reformiert werden. Laut Björn Tyrefors, Wirtschaftsprofessor an der Universität Göteborg, habe insbesondere diese Maßnahme das Potential, spürbare Verbesserungen hervorzubringen, da dadurch die Anzahl der Schulabbrecher:innen, die am Aufstieg in die Oberstufe scheitern, reduziert werden könne.

Nicht thematisiert wird jedoch die fehlende Transparenz im Recruitingprozess sowie die Anerkennung des Problems Jugendarbeitslosigkeit vonseiten der Politik. Das Vertrauen in Behörden sei laut Jugendarbeiterin Nilsson äußerst gering. Viele junge Schwed:innen würden sich deswegen auch gar nicht erst arbeitslos melden. Sie sehen das Arbeitsamt nicht als Anlaufstelle, die ihnen helfen könnte.

Der Arbeitsmarktservice vermutet hingegen ein Fernbleiben von jungen Arbeitssuchenden aufgrund individueller Barrieren: fehlende Kenntnis des Serviceangebots, falsche Prioritätensetzung, sozioökonomischer Hintergrund oder auch gesundheitliche Probleme. Letzteres wird auch als Grund angeführt, weshalb die Unterstützung junger Menschen bei der Arbeitssuche manchmal nicht erfolgreich ist. Nilsson meint, hier würden Probleme unter den Teppich gekehrt, und wünscht sich offenere Gespräche zu Jugendarbeitslosigkeit: „Es wäre so viel leichter, Lösungen zu finden, wenn nur endlich alle anerkennen würden, dass es hier ein Problem gibt.“

Dieser Artikel ist im Zuge des Projektes „Eurotours 2025“ des österreichischen Bundeskanzleramtes entstanden.

Die täglichen Einträge während der Recherchereise findest du im Eurotours Reiseblog: „eurotours“ 2025 — eurotours-reiseblog.eu

Mehr zu Eurotours: „eurotours“ 2025


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Infos und Quellen

Gesprächspartner:innen

  • Andreas Gäfvert, Betriebsleiter Arbetsförmedlingen (schwedisches Arbeitsmarktservice)
  • Peter Gladoic Håkansson, Wirtschaftsprofessor an der Universität Malmö, schrieb seine Doktorarbeit zu Jugendarbeitslosigkeit in Schweden
  • Katarina Nilsson, Projektleiterin im Bereich Arbeit, Jugendorganisation „Fryshuset”
  • Anders Forslund, Forscher am regierungsnahen Monitoring-Institut IFAU (Institute for Evaluation of Labour Market and Education Policy)
  • Björn Tyrefors, Associate Professor (Department of Economics) an der Universität Göteborg sowie Forscher am Research Institute of Industrial Economics
  • Ester Lundgren, 17 Jahre, Schülerin Malmö
  • Frida Edfelt, 18 Jahre, Schülerin Stockholm
  • Lars*, 25 Jahre, Student
  • Olof Karlsson, 27 Jahre, befindet sich derzeit in einer Anstellung
  • Diverse junge Menschen unter 25 Jahren auf den Straßen Stockholms und Malmös, die ihre Erfahrungen schilderten, aber anonym bleiben wollten.

Daten und Fakten

  • Laut Eurostat liegt Schwedens Jugendarbeitslosigkeit im Juli 2025 bei 23,8 Prozent, im Vergleich zu 8,4 Prozent Arbeitslosigkeit bei Personen über 25 Jahren. Die Erhebung zeigt zu dem eine Arbeitslosigkeit von 8,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Vergleich: Die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich liegt im September 2025 bei 10 Prozent, mit einer Gesamtarbeitslosigkeit von 5,5 Prozent. Im Schnitt liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Europa laut Eurostat bei 14,4 Prozent, während der OECD-Durchschnitt bei 11,15 Prozent liegt. Wer in Schweden über Jugendarbeitslosigkeit, vor allem im internationalen Vergleich, spricht, hört schnell: „Die Zahlen kann man nicht vergleichen, Schweden berechnet das anders.” Damit ist gemeint, dass Vollzeitstudierende ebenfalls in die Arbeitslosigkeitsstatistik einfließen – eine seit 2007 bestehende Anforderung der International Labour Organization (ILO) zur Erhebung solcher Daten. Auf Nachfrage der WZ bei Eurostat heißt es: „Die Daten für Schweden (sowohl die Gesamtarbeitslosigkeit als auch die Jugendarbeitslosigkeit) erfüllen die gleichen Anforderungen wie die Daten der anderen Länder und sind daher vergleichbar.” Relevant sei für die Eurostat-Erhebung zudem nicht, ob jemand studiere, sondern ausschließlich, wer derzeit keine Arbeit habe, arbeitsfähig sei und in den letzten vier Wochen aktiv nach einer Arbeit gesucht habe.
  • Laut einem OECD-Ranking zur Jugendarbeitslosigkeit im September 2025 liegt Schweden bei fast 25 Prozent. Die OECD erhält ihre Daten laut eigenen Angaben von den nationalen Statistikinstituten. Grundsätzlich müssen sich alle Länder an die Vorgaben der ILO halten und Studierende miteinbeziehen. Eine Vermutung der OECD ist, dass diese Art der Erhebung ungünstiger für Schweden ausfällt, da schwedische Studierende in den Semesterferien nach einer Teilzeitarbeit suchen würden, wovon sie in anderen Ländern nicht ausgehen. In der Berechnung der Jugendarbeitslosigkeit gibt es eine weitere Variable, die bei einem länderübergreifenden Vergleich mitbedacht werden muss: Länder wie Österreich, Deutschland oder Dänemark haben im Gegensatz zu Schweden das Modell der Lehre, weshalb sich grundsätzlich mehr Bürger:innen am Arbeitsmarkt befinden.
  • Im schwedischen Schulsystem muss man zu Beginn der Oberstufe zwischen dem universitätsvorbereitenden und dem berufspraktischen Ausbildungszweig (Vocational Training) wählen. Wer sich für Ersteres entscheidet, kann die Praxisausbildung in dieser Intensität laut Gladoic Håkansson nur schwer nachholen. Aufgrund des wirtschaftsliberalen Systems ist es möglich, sich trotzdem in dem Bereich selbstständig zu machen, aber die fehlende praktische Ausbildung könnte dazu führen, dass man keine Aufträge erhält. Zwar gibt es noch nach dem Schulabschluss die Möglichkeit, ein Vocational Training etwa bei einer Gemeinde zu absolvieren, allerdings sind diese in der Regel kürzer und weniger anerkannt. Gehalt erhält man auch hier für gewöhnlich keines, manche Programme sind sogar kostenpflichtig.
  • NEET steht für „neither in education, employment or training“. Obwohl Schweden mit 140.000 vergleichsweise weniger „NEETs“ als andere europäische Länder hat, sind Jugendliche mit niedriger Bildung in Schweden stärker gefährdet, in diese Kategorie zu fallen, als im OECD-Durchschnitt. So wurde es bereits vor 10 Jahren in einem OECD-Bericht erfasst. Auch seien junge Migrant:innen besonders stark betroffen; sie haben 2,6-mal häufiger NEET-Status als einheimische Jugendliche.
  • Um in Schweden Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben, sind laut dem nationalen Arbeitsmarktservice folgende Mindestkriterien zu erfüllen: Mindestalter von 20 Jahren, Offizielle Registrierung beim Arbeitsmarktservice, Fähig und willig sein, von Tag eins der Registrierung einen Job anzunehmen
  • Vorarbeitszeit: Die Person muss in den letzten zwölf Monaten mindestens vier Monate lang je mindestens 11.000 SEK vor Steuern verdient und ein Gesamteinkommen von mindestens 120.000 SEK haben oder in den letzten zwölf Monaten vier aufeinanderfolgende Monate lang monatlich mindestens 11.000 SEK vor Steuern verdient haben.
  • Mythos Mindestlohn als Sündenbock: Ein Versuch mitunter rechter Parteien in Schweden, die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu erklären, ist das Fehlen von Mindestlöhnen, wie es sie etwa in Österreich gibt. Die Argumentation ist, dass hohe Gehälter, die Gewerkschaften für Angestellte in Kollektivverträgen ausgehandelt haben, insgesamt für weniger Arbeitsplätze sorgen. Denn dadurch, so die Argumentation, können sich Unternehmer:innen weniger Gehälter leisten und weniger Jobs vergeben. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: Vereinzelt gibt es in Schweden zwar Kollektivverträge, allerdings bei Weitem nicht in allen Branchen und an allen Arbeitsplätzen. Das bedeutet, dass Arbeitgeber:innen ohne Mindestlohnvorgaben an gar keine Gehaltsgrenzen gebunden sind.
  • Das Projekt „The Lamp“ von der NGO Fryshuset unterstützt junge Menschen bei der Arbeitssuche.

Quellen

Das Thema in der WZ

Das Thema in anderen Medien

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