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Sollen wir wieder Masken tragen?

Genese

WZ-Redakteurin Eva Stanzl hat seit Beginn der Pandemie Artikel zum Thema Covid-19 verfasst und hat den jüngsten erneuten Anstieg der Corona-Zahlen zum Anlass genommen, bei Wissenschaftler:innen nachzufragen, wie wir am besten durch den bevorstehenden neuen Corona-Herbst und -Winter kommen. Ihr Kollege Mathias Ziegler hat die zuständigen Ministerien zu den geplanten Maßnahmen befragt.

Gesprächspartner:innen

Daten und Fakten

  • Angepasste Corona-Impfung: Die Republik Österreich plant eine breit angelegte Impfkampagne, bei der Corona sozusagen mitgenommen werden soll. In Österreich ist bereits jetzt ein Impfstoff erhältlich, der an die Omikron-Variante XBB.1.5 angepasst ist, aber auch vor der derzeit kursierenden Eris-Variante und der bald zu erwartenden Pirola-Variante schützt. Das Nationale Impfgremium empfiehlt grundsätzlich eine Auffrischung ab zwölf Jahren, insbesondere für besonders gefährdete Menschen und jene, die im Beruf einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Bei der Abschätzung des persönlichen Risikos verweist das Gesundheitsministerium auf die Hausärzt:innen.

  • Immunität: In den vergangenen Wellen konnte die Kombination aus mehrfacher Impfung und überstandener Infektion vor schweren Verläufen schützen. Durch den heuer ruhigen Sommer haben sich aber viele, die im Vorjahr um diese Zeit vollständig geimpft waren, keinen Booster geholt. Expert:innen sehen einen überraschend guten Langzeit-Schutz vor schweren Verläufen durch die T-Zellen des Immunsystems. Vor einer Ansteckung schützen die zuständigen Antikörper kürzer.

  • Abwassermonitoring: Beim Abwassermonitoring wird jede Woche in 48 Kläranlagen jeweils 24 Stunden lang alle 15 Minuten eine kleine Menge entnommen. Die Sammelproben werden PCR-getestet, um die Virenlast und die gerade vorherrschenden Varianten zu bestimmen, erläutert der Mikrobiologe Andreas Bergthaler, der dieses Monitoring an der Medizinuniversität Wien leitet. Nur im Einzelfall prüft die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) positive Samples im Detail. Das systematische Monitoring durch genetische Sequenzierung wurde im Mai abgeschafft, weswegen sich neue Corona-Mutationen hierzulande nicht mehr im Detail analysieren lassen.

Quellen

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