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Die Fußball-WM in den USA steht in der Kritik, wegen des Iran-Krieges, der Menschenrechtslage und Donald Trumps Willkür. Sollte Österreich besser daheimbleiben? Ein Gespräch mit dem Politologen und Fußballfan Peter Filzmaier.
Die WM ist eines der größten Politikereignisse, die es gibt.Peter Filzmaier
Den Iran hätte man längst ausschließen müssen.Peter Filzmaier
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Infos und Quellen
Genese
Österreich spielt erstmals seit 28 Jahren wieder bei einer Weltmeisterschaft. Doch das Veranstalterland USA steht immer mehr in der Kritik – wegen des Krieges gegen den Iran, der Menschenrechtslage und Trumps Willkür. Eine WM zwischen Sicherheitsrisiken und Moraldebatten. Wie soll der Österreichische Fußball-Bund damit umgehen? Ein Gespräch mit dem Politikwissenschafter und Fußballfan Peter Filzmaier gibt Antworten darauf.
Daten und Fakten
- Peter Filzmaier, 59, ist eines der bekanntesten Fernsehgesichter in Österreich. In der ZIB2 erklärt er politische Zusammenhänge kritisch, pointiert und verständlich. Der Politikwissenschaftler und Universitätsprofessor betreibt dazu gemeinsam mit ORF-Moderator Armin Wolf einen Podcast unter dem Namen „Der Professor und der Wolf“. Was viele lange nicht wussten: Filzmaier ist auch ein großer Sportfan und träumte einst davon, selbst Sportreporter zu werden. Sein Zugang: Er sieht Sport und Politik untrennbar miteinander verbunden.
- Die letzten beiden Weltmeisterschaften fanden 2018 in Russland und 2022 in Katar statt. Für das Jahr 2034 wurde die Austragung des Turniers bereits an Saudi-Arabien vergeben.
- Der Fußball-Weltverband FIFA besteht weltweit aus 211 nationalen Verbänden. Kritik erntete FIFA-Präsident Gianni Infantino zuletzt, als er US-Präsident Donald Trump im Dezember einen eigens geschaffenen Friedenspreis verlieh und ihm während der WM-Auslosung eine große Bühne bot. Die FIFA wird zudem dafür kritisiert, problematische Menschenrechtslagen, etwa bei der WM 2022 in Katar, weitgehend zu ignorieren.
- An der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko nehmen 48 Mannschaften – 16 aus Europa – teil. Jedes Teilnehmerland erhält zumindest eine Prämie von 10,5 Millionen Dollar. Österreich trifft beim Turnier auf Jordanien, Algerien und Argentinien.
- Aufgrund von Einreiseverboten können Fans aus der Elfenbeinküste, Haiti, dem Iran und Senegal nicht in die USA einreisen. Auch Fans anderer Nationen sind mit Überwachung konfrontiert – so sollen etwa ihre Social-Media-Accounts auf „Antiamerikanismus“ überprüft werden.
- Der ÖFB beteiligt sich nur zögerlich an der Debatte. Er halte grundsätzlich „nichts von Boykotten, in einem Stadium, in dem wir jetzt sind“, erklärte ÖFB-Chef Josef Pröll zuletzt im ORF. Man habe „einen sehr engen Kontakt zum Außenministerium, zum Innenministerium“ und wolle „mit einer gemeinsamen Task Force für unsere Fans, die dann kommen wollen, beobachten, wie die Lage weitergeht“.
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