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Sportklubs auf der Suche nach Migrant:innen

Gesprächspartner

Daten und Fakten

Die Bundes-Sportorganisation Sport Austria verweist beim Thema Sport und Integration auf die Zahlen der repräsentativen Mikrozensusbefragung. Diese besagt, dass 21 Prozent der in Österreich lebenden Menschen ohne Migrationshintergrund Mitglieder in Sportvereinen sind. Unter jenen mit Migrationshintergrund sind es lediglich 9 Prozent. Allerdings sind laut dem 3. Freiwilligenbericht aus dem Jahr 2019 Personen mit Migrationshintergrund zu annähernd gleichen Anteilen freiwillig engagiert wie die übrige österreichische Bevölkerung (45 Prozent versus 47 Prozent). Ehrenamtliche Funktionen werden allerdings zu höheren Anteilen von Personen ohne Zuwanderungshintergrund ausgeübt (32 Prozent versus 26 Prozent), während im informellen Bereich die Beteiligungsquoten bei den zugewanderten Menschen etwas höher sind (35 Prozent versus 29 Prozent). Insbesondere die österreichischen Sportdachverbände ASVÖ, ASKÖ und Sportunion bemühen sich über ihre Vereine um Integration. Sport Austria als zentrale Koordinations- und Beratungsplattform innerhalb des österreichischen Sportsystems arbeitet mit dem Österreichischen Integrationsfonds (Integrationspreis Kategorie Sport) zusammen und kooperiert unter anderem auch im Rahmen der Europäischen Woche des Sports mit der Volkshilfe Wien („Rudolf Hundstorfer Sportinitiative für Kinder und Jugendliche“) mit dem Ziel, benachteiligten Kindern den Einstieg in einen Sportverein zu erleichtern (Übernahme der Vereinsmitgliedschaft). Die Bilanz von Hans Niessl als Präsident von Sport Austria ist hier gemischt: „Uns ist schon einiges gelungen, aber am Ziel angekommen sind wir noch nicht.“ Er betont die wichtige Funktion von Vereinssport als „hervorragender Integrations- und Inklusions-, aber auch Gesundheitsmotor“, für den die Politik mehr Geld bereitstellen sollte. Denn: „Gelder für den Sport sind Investitionen in die Gesellschaft, die letztlich Kosten sparen.“

Quellen

Das Thema in anderen Medien