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„Unsere Großväter sind keine Verbrecher“

Genese 

Eine Einladung im Internet, in der ein Treffen des Kameradschaftsbundes in Wörterberg angekündigt wurde, hat das Interesse des WZ-Autors Michael Schmölzer geweckt. Ein Besuch des "Heldenfriedhofes" im steirischen St. Jakob einige Wochen davor ließ ihn ahnen, dass Kameradschaftsbünde vor allem am Land eine große Rolle spielen und in Österreich den Blick auf den Zweiten Weltkrieg und die NS-Zeit maßgeblich mitprägen. Unangemeldet tauchte er bei dem Treffen in Wörterberg auf, gab sich sofort als Journalist zu erkennen und wurde von den meisten freundlich empfangen. Informationen gab es zunächst nur in kleinen Dosen. Das hat sich im Verlauf der Feier geändert.

Gesprächspartner:innen 

  • Kurt Wagner, Bürgermeister von Wörterberg (SPÖ)

  • Marianne Hackl, Vizebürgermeisterin von Wörterberg (ÖVP)

  • Ewald Kinelly, Siegfried Heinz und Werner Seidl, stellvertretende ÖKB-Präsidenten des Burgenlandes

  • und andere, die auf dem ÖKB-Fest waren

Daten und Fakten 

Der Kameradschaftsbund will laut offizieller Erklärung keine „Schicksalsgemeinschaft“ mehr, sondern eine „Wertegemeinschaft“ sein. Diese Werte umfassen heute die Unterstützung des Bundesheeres „ohne Wenn und Aber“ und die „christlichen Werte des Abendlandes“. Daneben wird unter anderem karitative Arbeit, die Pflege der Kriegerdenkmäler und die „Kontaktpflege und Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Organisationen des In- und Auslandes“ angeführt. Laut Angaben des ÖKB gibt es 150.000 zahlende Mitglieder in neun Landesverbänden und rund 1.800 Orts- und Stadtverbänden. Man bemühe sich sehr, Frauen und Junge zu gewinnen und sei dabei auch erfolgreich, heißt es.  

Das Thema in anderen Medien 

Der Standard: Kameradschaftsbund im Wandel