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Von der Hysterie zum Burnout

Gesprächspartner

Stephan Doering, geboren 1966 in Rotterdam, ist Vorstand der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie am Allgemeinen Krankenhaus der Medizinischen Universität Wien. Er ist Vizepräsident der Gesellschaft zur Erforschung und Therapie von Persönlichkeitsstörungen und Sprecher der AG Persönlichkeitsstörungen im Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin.

Daten und Fakten

  • Laut der Österreichischen Sozialversicherung nahmen 900.000 Österreicher:innen innerhalb eines Jahres das Gesundheitssystem wegen psychischer Erkrankungen in Anspruch. Diese Zahl basiert auf Medikamenten- und Krankenstandsdaten, stationären Aufenthalten sowie ärztlichen und psychotherapeutischen Behandlungen. Im Rahmen der Krankenversicherung werden ohne Spitalskosten bereits zwischen 510 und 560 Millionen Euro für die Versorgung dieser Patient:innen aufgewendet. Zu dieser Summe kommen österreichweit noch die Kosten für Krankenhäuser, Rehabilitation und Frühpensionierungen aufgrund psychischer Erkrankungen. Die Zahl der Betroffenen ist in jüngster Zeit steigend – laut Sozialversicherung um rund zwölf Prozent innerhalb von drei Jahren.

  • Die Deutsche Demokratische Republik (DDR) war der östliche, realsozialistische der beiden nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffenen deutschen Staaten von 7. Oktober 1949 bis zur Einheit Deutschlands am 3. Oktober 1990. Die DDR ging aus der sowjetischen Besatzungszone hervor, die infolge der Besetzung und Teilung Deutschlands nach 1945 zustande gekommen war. Auf Betreiben der sowjetischen Militärregierung errichtete die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein diktatorisches Regime, das bis zur friedlichen Revolution im Herbst 1989 existierte.

  • Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, ist eine der häufigsten psychischen Störungen, die im Kindes- und Jugendalter diagnostiziert wird. Sie äußert sich durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität oder Hyperaktivität.

Quellen

  • 1980 gab die Vereinigung von Psychiatern in den USA (American Psychiatric Association, APA) erstmals das Diagnostische und statistische Handbuch für psychische Erkrankungen (DSM-I) heraus. Es stellte den ersten Versuch das, die Diagnose psychischer Störungen durch standardisierte Definitionen und Kriterien anzugehen. Die bisher aktuellste, 2022 veröffentlichte Version, DSM-5-TR, liefert ein Klassifikationssystem, das versucht, psychische Erkrankungen basierend auf der Beschreibung von Symptomen (das heißt, aufgrund dessen, was Menschen als Reflektion ihrer Gedanken und Gefühle sagen und tun) und dem Verlauf der Erkrankung in diagnostische Kategorien einzuteilen.

  • Wiener Klinische Wochenschrift, Prevalence of mental disease in Austria sowie Statistik weltweit bei Our World in Data

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