Zehn Gründe, weshalb wir uns immer weiter vom 1,5-Grad-Ziel entfernen.
Von einem „Bummelzug in die richtige Richtung“ hat meine Kollegin Eva Stanzl in einem Text kurz vor der vergangenen Klimakonferenz COP30 geschrieben. Während Klimaschutz und -anpassung viel zu langsam vorangehen, nimmt die Erderwärmung weiter Fahrt auf. Das oft zitierte 1,5-Grad-Ziel (maximaler Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit) ist bald überschritten, wir steuern eher auf plus 3 Grad bis 2050 zu – mit allen dramatischen Konsequenzen. Warum? Hier der Versuch einer Antwort in zehn Thesen.
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1. Wir haben echt andere Sorgen.
Krieg in der Ukraine, Krieg im Nahen Osten, geopolitische Unsicherheit durch einen erratischen US-Präsidenten, wirtschaftliche Konkurrenz aus China, Teuerung, Konjunkturschwäche – und da sollen wir auch noch das Klima schützen? Der Green Deal der EU sollte nicht bloß ein Klima- und Umweltschutzprogramm sein, sondern eigentlich auch eine wirtschaftliche Investitionsoffensive zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit. Doch statt die Chancen, die er eröffnet, zu ergreifen, wird er zurückgefahren. Derweil avanciert China, das für 30 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich ist, zum Vorreiter in der Energiewende mit einem sinkenden CO₂-Ausstoß – und zwar sicher nicht aus Liebe zum Klima, sondern weil die Staatsführung den ökonomischen Nutzen erkannt hat.
2. Wir im Globalen Norden fühlen uns nicht betroffen.
Der Klimawandel ist furchtbar, er lässt die Pole und Gletscher schmelzen, den Meeresspiegel steigen, verstärkt Naturkatastrophen in aller Welt, von Hochwasser über Stürme bis Dürre. Aber ich am Wiener Stadtrand spüre all das noch nicht. Und wenn es doch einmal so weit ist, dann wird es für viele andere längst zu spät sein.
Ereignisse auf anderen Kontinenten wirken sich bei uns aus.Volkswirtschaftlerin Birgit Bednar-Friedl über Klimafolgekosten für Europa
Dabei betrifft mich der Klimawandel auch jetzt schon, nur ist es mir nicht bewusst. „Ereignisse auf anderen Kontinenten wirken sich bei uns aus“, betont die Volkswirtschaftlerin Birgit Bednar-Friedl von der Uni Graz. Allein in Österreich dürften gut 20 Prozent der Klimafolgekosten bis 2050 ihren Ursprung außerhalb der Landesgrenzen haben, in Deutschland oder Großbritannien vielleicht sogar noch mehr. Als konkretes Beispiel für grenzüberschreitende Klimarisiken nennt sie die große Flut in Thailand im Jahr 2011, die in Europa für Engpässe und Preisverdopplungen bei Elektronikbauteilen sorgte. Wenn die Erderwärmung ein Glied der Lieferkette schädigt, leiden auch alle anderen. Das zeigen auch extreme Preisschwankungen bei Importprodukten wie Soja, Kakao oder Getreide. Selbst unser Arbeitsmarkt könnte leiden, wenn Arbeitskräfte aus dem globalen Süden zum Beispiel für die Pflege ausbleiben, „weil sie daheim gebraucht werden, um Folgen des Klimawandels im eigenen Land zu bewältigen“, stellt Bednar-Friedl fest.
3. Ein paar Arten sterben durch die Klimakrise aus. Aber das ist doch eh ganz normal.
Es stimmt schon, der Erde als Ganzer ist der Klimawandel herzlich egal. Und ja, auch schon Millionen Jahre vor dem menschengemachten Klimawandel haben sich ganze Tiergruppen verabschiedet. Dinos und Mammuts haben schließlich auch nicht wir ausgerottet. Und: „Die Natur ist eine Meisterin im Ausgleichen“, sagt dazu der Bestseller-Autor Marc Elsberg im Gespräch mit der WZ. Aber: „Zu welchem Preis?“ Er hat seine beiden jüngsten Wissenschaftsthriller „°C – Celsius“ (2023) und „Eden – Wenn das Sterben beginnt“ (2026) der Klimakrise und ihren Folgen gewidmet und insbesondere zum Artensterben recherchiert, das durch den Klimawandel noch zusätzlich beschleunigt wird. „Unzählige Arten dürften verschwinden, noch bevor wir sie überhaupt entdeckt haben. Geschweige denn, dass wir wissen, welche Funktion sie in der Natur erfüllen“, warnt der Autor.
Unzählige Arten dürften verschwinden, bevor wir sie überhaupt entdeckt haben.Bestseller-Autor Marc Elsberg über eine Folge des Klimawandels
Auch wenn ganze Inselstaaten dem Untergang geweiht sind – die Menschheit insgesamt wird in diesem Gefüge jede Klimaveränderung überstehen. Und als absoluter Dominator der Nahrungskette wird der Mensch auch viele Lücken, die er in die Natur reißt, selbst füllen. Die Zahlen dazu sind ebenso eindrucksvoll wie erschütternd: 30 Prozent der Biomasse aller Landwirbeltiere machen wir Menschen aus, 65 Prozent sind unsere Nutztiere, und nur 5 Prozent sind Wildtiere. Hier stellt sich die Frage der moralischen Verantwortung des Menschen gegenüber allen anderen Spezies.
Der Klimawandel und das HIPPO
Das Akronym HIPPO fasst die fünf Hauptursachen für menschengemachtes Artensterben und Biodiversitätsverlust zusammen: Habitatverlust, Invasive Arten, Pollution (Umweltverschmutzung), Population (Bevölkerungswachstum) und Overharvesting (Übernutzung). Durch den Klimawandel, der die Problematik verstärkt, ist es zu HIPPO+ geworden.
Artenschutz sei auch in unserem eigenen Interesse, mahnt Elsberg und führt als Beispiel das Aussterben von 95 Prozent der Geierpopulation in Indien an. Die Aasfresser, die auch verendete Rinder entsorgten, starben an Nierenschäden, ausgelöst durch das bei den Nutztieren eingesetzte Schmerzmittel Diclofenac. Ihre Rolle übernahmen Ratten und Straßenhunde, die allerdings Tollwut übertragen, und zwar auch auf den Menschen mit bis zu 100.000 Todesfällen pro Jahr. Geschätzter volkswirtschaftlicher Gesamtschaden: 30 bis 70 Milliarden Dollar. Elsberg fragt sich: „Was könnte bei uns in Europa der Geier sein?“
4. Intakte Natur hat keinen Geldwert.
Damit sind wir bei einem weiteren Problem. Das kapitalistische Verwertungssystem basiert nicht auf Moral, sondern auf Geldwerten. Es gibt zwar CO₂-Zertifikate und Emissionshandel, aber keine Bepreisung von intakter Natur, die für den Klimaschutz unerlässlich ist. Genau das strebt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen an und weist darauf hin, dass drei Viertel aller Unternehmen auf die eine oder andere Weise auf Rohstoffe aus der Natur angewiesen sind.
Sigrid Stagl, Expertin für ökologische Ökonomie, wünschte sich im WZ-Interview zu ihrer Auszeichnung als Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres 2024 „eine Marktwirtschaft, die ihre Regeln so ausrichtet, dass sich nachhaltiges und klimafreundliches Handeln betriebswirtschaftlich auszahlt“. Dass es also günstiger und leistbarer ist, grüne Technologien einzusetzen und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Wer sich nicht an die Klimarisiken anpasst, könnte in den nächsten Jahrzehnten massive Einbußen erleiden, warnt das Weltwirtschaftsforum.
Klimafreundliches Handeln muss sich betriebswirtschaftlich auszahlen.Sigrid Stagl, Expertin für ökologische Ökonomie, über eine grüne Marktwirtschaft
Es braucht eine Kosten-Nutzen-Rechnung, die den Wert von Pflanzen, die CO₂ speichern, deutlich macht. Elsberg schaut im Kaffeehaus, in dem wir über das Thema sprechen, aus dem Fenster aufs Nebenhaus, vor dem ein Auto geparkt steht, und rechnet vor: Der Parkplatz ist etwa 10 Quadratmeter groß. Im Haus dahinter werden auf derselben Fläche sechs Stockwerke hoch Wohnungen vermietet, das macht 60 Quadratmeter. „Setzt man die Kosten für das Parkpickerl mit diesem Wert in Relation, ist es eigentlich viel zu billig.“ Und wie sähe die Rechnung aus, wenn auf den 10 Quadratmetern Bäume gepflanzt würden und deren Leistung für das Klima bepreist würde? Eben.
5. Klimaschulden? Bloß keine Präzedenzfälle!
Grob wissen wir schon, wie teuer der Klimawandel ist. Mehrere internationale Studien beziffern die Kosten für Klimaschutz, Anpassungsmaßnahmen und durch Klimaschäden allein im Globalen Süden mit 1,3 bis 1,4 Billionen Euro pro Jahr. Eine unvorstellbare Summe, die wir im Globalen Norden jenen schulden, die am wenigsten für den Klimawandel können, die aber die Hauptlast tragen. Die Industriestaaten haben aber bisher nur 300 Milliarden Euro pro Jahr an Zahlungen zugesagt. Und auch davon fließt nur ein Bruchteil in den Globalen Süden.
Allein für die Anpassung an den Klimawandel, um weiteren Schäden vorzubeugen, wären 310 bis 360 Milliarden Euro pro Jahr notwendig – überwiesen werden aber derzeit nur 25 Milliarden Euro, „also um den Faktor 12 bis 14 zu wenig“, kritisiert der Wirtschaftsforscher Thomas Schinko vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA). Österreich hat 35 Millionen Euro für Frühwarnsysteme und zur Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen zugesagt.
Jede Investition, die wir jetzt tätigen, reduziert spätere Kosten.Wirtschaftsforscher Thomas Schinko über die Investitionen in Klimaschutz und -anpassung
Während Klimaschutz und Energiewende für Unternehmen aus privatwirtschaftlichen Überlegungen beziehungsweise Imagegründen interessant sind, gilt dies für Klimawandelanpassung außerhalb des eigenen Umfelds weniger. Hier geht es oftmals um den Schutz von öffentlichem Gut und Gemeinwohl, das kaum private Renditen ermöglicht und PR-technisch auch noch nicht so gut ausgeschlachtet wird. Und bei den bereits jetzt eintretenden Klimaschäden im Globalen Süden (Loss and Damage) werden Präzedenzfälle tunlichst vermieden. Für Aufsehen sorgte die abgewiesene Klage eines peruanischen Bauern gegen den deutschen Stromkonzern RWE: Dieser verursache mit seinen CO₂-Emissionen die Gletscherschmelze mit, die durch Flutwellen sein Haus bedrohe.
Es ging hier zwar bloß um ein paar tausend Euro für Schutzbauten, aber eine Verurteilung von RWE hätte einen juristischen Damm brechen lassen. „Genau aus diesem Grund gibt es das Framing, dass wir Klimazahlungen in erster Linie aus humanitären oder Risikomanagement-Gründen leisten und nicht aus einer Emissionsschuld heraus“, erklärt Schinko. Wächst der Klimaschuldenberg der Industriestaaten weiter, schadet das auch ihnen selbst, denn die Kosten der Klimakrise werden mit jedem Jahr immer höher. „Jede Investition, die wir jetzt tätigen, reduziert spätere Kosten. Alles, was wir jetzt nicht machen, laden wir auf unsere Kinder und Enkelkinder ab.“
6. Wir haben es eh noch im Griff.
Vieles war lange Zeit nur schwach spürbar, sodass es nicht ernst genommen wurde. Oder man hat sich gedacht: Da können wir uns schon anpassen, das haben wir im Griff. Wenn jedoch einmal ein Kipppunkt erreicht ist, kann es rasant gehen. Bei Gletschern, Permafrostböden und Korallenriffen dürfte er bereits überschritten sein. Und in Österreich wurde der historisch gewachsene, auf technische Schutzbauten fokussierte Hochwasserschutz von der Jahrhundertflut im Herbst 2024 überrollt.
Umgekehrt geht die Energiewende zu langsam vor sich, und zwar vor allem in Europa. Hier ist Norwegen führend bei Energiewende und E-Mobilität – aber auch beim Export von fossilem Öl und Gas. Elsberg warnt, dass auch die Energiewende für den Klimaschutz eine rücksichtslose Ausbeutung von Menschen und Natur mit sich bringt, um die nötigen Ressourcen zu gewinnen, und das lieber auf anderen Kontinenten als im eigenen Land. „Wir machen dieselben Fehler wie zuvor.“
7. „Technologieoffenheit“ klingt besser als „Verzicht“.
Was ist attraktiver: Auf neue, mitunter fragwürdige Methoden setzen, um CO₂ zu binden, und so weitermachen wie bisher, oder aber den Lebensstil ändern, um das CO₂ gar nicht erst auszustoßen? Elsberg meint dazu: „Als ehemaliger Raucher weiß ich, dass Verzicht etwas ganz Großartiges sein kann.“ Zum Beispiel könnten wir, statt den Individualverkehr auf E-Mobilität umzustellen und weiter Staus zu produzieren, unsere Städte wirklich autofrei machen. Und ja, das wäre unbequem, aber zugleich würde die Lebensqualität massiv steigen. „Stellen Sie sich vor, dass Kinder im Grünen spielen, wo davor SUVs über die Fahrbahn gebraust sind.“ Als Einwohner eines „Schlafdorfs“ im Wiener Speckgürtel muss ich zugeben: Der wenige Autoverkehr bei uns daheim ist schon angenehm.
8. Den menschengemachten Klimawandel gibt es doch gar nicht.
Bereits 1824 erkannte der Physiker Joseph Fourier die Wirkung der Atmosphäre auf die Erdwärme, und im späten 19. Jahrhundert war der menschengemachte Klimawandel der Wissenschaft bekannt – der erste Weltklimagipfel fand aber erst ein Jahrhundert später, im Februar 1979, statt. Schon damals war den Industriestaaten klar, was ihre Emissionen anrichten. Bis zu konkreten Klimaschutzversprechen dauerte es aber noch einmal drei Jahrzehnte (das Kyoto-Protokoll von 1997 trat erst 2005 in Kraft).
Für viele gebildete Menschen ist der menschengemachte Klimawandel eine Lüge.Bestseller-Autor Marc Elsberg über Klimawandel-Leugner
„Der Klimawandel ist heute tatsächlich kein Geheimnis mehr“, betont Elsberg und ergänzt: „Man staunt, wie viele gebildete Menschen es trotzdem gibt, vor allem aus dem Tech- und dem Finanzbereich, für die der menschengemachte Klimawandel immer noch eine große Lüge ist.“
9. Nach uns die Sintflut.
Und dann gibt es kapitalistische Unternehmer – meist tatsächlich alte, weiße Männer –, denen das Problem durchaus bewusst, aber einfach egal ist, weil sie die Folgen eh nicht mehr erleben werden. Und deren Nachkommen dank genügend Kapital und Ressourcen auch nicht darunter leiden werden. „Das Gros der Leute, die heute entscheiden, gehört zum reichsten Prozent, dem der Klimawandel tatsächlich persönlich wurscht sein kann“, meint Elsberg. So wie überhaupt die größten Verursacher die Folgen am wenigsten spüren.
10. Wir wissen, dass wir uns anpassen müssen – aber wir wissen nicht, wie.
Wir wissen erschreckend wenig darüber, welche Anpassungsmaßnahmen sinnvoll und effektiv sind, stellt Bednar-Friedl fest, selbst hier in Österreich. „Es fehlt an Daten für weite Teile der Welt.“ Im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention von 1992 werden weltweit Anpassungskosten und -fortschritte gemeldet. Die Hälfte der Staaten hat hier noch gar nichts übermittelt. Unter den Industrienationen sind es 86 Prozent der Länder, im ärmsten Teil der Welt nicht einmal 15 Prozent.
Die Umsetzung hinkt überall hinterher, auch in Europa. Warum? „Es fehlt an Personal in der Verwaltung, an Engagement, an der Wahrnehmung der Dringlichkeit“, meint die Volkswirtschaftlerin. In der Privatwirtschaft ist die Klimawandelanpassung meist nur nach Extremwetterereignissen ein Thema – und wird dann rasch wieder auf die lange Bank geschoben. Allerdings setzt die EU hier Anreize, und auch Anleger:innen erwarten zunehmend Tätigkeiten auf diesem Gebiet. Während bei Großunternehmen das Problembewusstsein steigt, fehlen vielen kleineren die Ressourcen dafür. Bednar-Friedl stellt dazu klar: „Mehr heißt nicht unbedingt besser. Es geht um Effizienz. Aber dazu braucht man eben Daten.“ Sie rät dazu, in Möglichkeitsfenstern zu denken: Dinge, die sowieso gemacht werden, sollte man eben in Hinblick auf Klimafitness umsetzen. „Das kostet oft nicht mehr Geld, kann aber viel bewirken.“
Mehr heißt nicht unbedingt besser.Volkswirtschaftlerin Birgit Bednar-Friedl über Investitionen in Klimawandelanpassung
Und: Über den Ansatz der Klimawandelanpassung lässt sich das Thema Klimawandel wieder in die Gesellschaft bringen, die momentan angesichts der bedrohlichen politischen Weltlage das Interesse zu verlieren scheint. Ein positiver persönlicher Blick und Aktionismus zum eigenen Schutz bewegen mehr als die bloße allgemeine Warnung vor den Gefahren der Erderwärmung.
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Infos und Quellen
Gesprächspartner:innen
- Birgit Bednar-Friedl ist Assoziierte Professorin am Institut für Volkswirtschaftslehre und am Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Universität Graz. Sie war Koordinierende Leitautorin des sechsten Sachstandsberichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) im Bereich Klimawandelfolgen und Anpassung in Europa. Sie beschäftigt sich mit Klimarisiken und Anpassung aus einer volkswirtschaftlichen Expertise und leitet aktuell das Kooperationsprojekt „Cost of Inaction Austria“ (COIN 2.0).
- Marc Elsberg ist Bestseller-Autor und bricht in seinen Romanen wissenschaftliche Fakten möglichst leicht verständlich herunter. Seine Bücher drehen sich um gesellschaftsrelevante Themen wie Energiesicherheit („Blackout – Morgen ist es zu spät“, 2012), Datenschutz („Zero – Sie wissen, was du tust“, 2014), Gentechnologie („Helix – Sie werden uns ersetzen“, 2016), Wirtschaftskrisen („Gier – Wie weit würdest du gehen?“, 2019), Machtmissbrauch und Geopolitik („Der Fall des Präsidenten“, 2021) Klimawandel („°C – Celsius“, 2023) und Artensterben („Eden – Wenn das Sterben beginnt“, 2026).
- Thomas Schinko ist Systemwissenschaftler und Ökonom am Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien. Er forscht zu den sozioökonomischen und ethischen Aspekten globaler gesellschaftlicher Herausforderungen, wie der Klima- und Biodiversitätskrise. Er war koordinierender Leitautor des zweiten österreichischen Sachstandsberichtes zum Klimawandel und leitet derzeit verschiedene nationale und internationale Projekte, etwa im Bereich Klimarisikomanagement.
- Sigrid Stagl forscht als Professorin am Department für Sozioökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien zu Nachhaltigkeit, Ökologie und sozialen Aspekten in Wirtschaft und Gesellschaft. Unter anderem war sie an den Universitäten Leeds und Sussex tätig, ihr PhD-Studium absolvierte sie am Rensselaer Polytechnic Institute in New York, wo ihr weltweit das erste Doktorat in „Ecological Economics“ verliehen wurde. Vom Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist:innen wurde sie als Österreichs Wissenschaftlerin des Jahres 2024 ausgezeichnet.
Quellen
- Internationale Klimafinanzierung
- Biomasse der Landwirbeltiere
- Weltwirtschaftsforum: Klimarisiken (englischsprachig)
- INFORM Climate Change Tool
- Adaption Gap Report 2025 (englischsprachig)
- Internationale Klimawandelanpassung (englischsprachig)
- Ranking der Klimawandelanpassung (englischsprachig)
Das Thema in der WZ
Das Thema in anderen Medien
- Der Standard: Den Wert der Natur endlich beziffern
- Tagesanzeiger: Point of no Return: «90 Prozent der Gletscher sind wohl bereits verloren»
- Focus: Das China-Paradox: Wie der größte Schmutzfink unbemerkt das Klima rettet
- beck-aktuell: "The Climate Case" – Ein peruanischer Bauer verliert, der Klimaschutz gewinnt
- MDR: Drei Grad bis 2050? Die unsichere Debatte über den Worst Case
- Spektrum der Wissenschaft: Erst starb der Geier, dann der Mensch
- Der Standard: Österreich stellt 35 Millionen Euro für den Globalen Süden bereit
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