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Wenn uns die Maus krank macht

Gesprächspartner

  • Florian Krammer, geboren am 17. Dezember 1982 in Voitsberg, ist Professor für Impfstoffkunde an der Icahn School of Medicine at Mount Sinai, New York City, und Professor für Infektionsmedizin an der Medizinischen Universität Wien. Der Vorarlberger machte sich während der Corona-Pandemie durch seine allgemein verständlichen Erklärungen zu Sars-CoV-2-Erreger einen Namen.

    Seit 2010 forscht er bei dem österreichischen Virologen Peter Palese am Institut für Mikrobiologie der Icahn School of Medicine an universellen Grippeimpfstoffen und an Impfstoffen gegen Lassa-, Hanta- und Ebolaviren.

    Im September 2019 erhielt Krammer gemeinsam mit anderen Forscher:innen zwei Millionen Dollar von der Bill & Melinda Gates Foundation zur Entwicklung eines Grippeimpfstoffs, der auf breiter Basis gegen viele Virusstämme schützen soll.

    Ab Jahreswechsel 2024/25 baut er mit dem Semmelweis Institut ein Kompetenzzentrum für Infektionskrankheiten auf – eine universitäre Kooperation zwischen den Medizinuniversitäten Wien, Graz, Innsbruck und Linz und der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Florian Krammer hält seit 1. März eine Professur für Infektionsmedizin an der Meduni Wien und startet ab März 2025 die Leitung des Ludwig Boltzmann Instituts für Wissenschaftsvermittlung und Pandemieforschung.

Daten und Fakten

  • Bei der Pandemie mit dem Coronavirus war die Welt aus dem Häuschen. Waren wir blauäugig und taten so, als könnte das nie passieren? Florian Krammer sieht das differenziert, zumal die Forschung in mehreren Studien vor einer neuen Pandemie gewarnt hatte. Denn um 2003 gab es einen großen Ausbruch des Sars-Coronavirus-1 mit etwa 8.000 Infizierten und 800 Toten, vor allem in Kanada in einem Spital, wo der Erreger durch Quarantänemaßnahmen aber letztendlich gestoppt werden konnte. Weiters existierte bereits Mers CoV, das Middle Eastern Respiratory Syndrome Coronavirus, das von Kamelen auf Menschen weitergegeben wird, sich jedoch in einem Cluster im Jahr 2015 in Südkorea von Mensch zu Mensch übertrug. Südkorea schickte etwa 6.000 Personen in Quarantäne, aber es wäre laut dem Virologen damals fast zu einer Pandemie gekommen. „Die Wahrheit ist also, dass es genügend Corona-Forscher gab, die Papers geschrieben haben, wonach ein Virus gefunden wurde, das sich für Menschen als pandemisch herausstellen könnte. Auch die Influenza-Virologen sagen die ganze Zeit, es wird wieder eine Pandemie kommen“, sagt er.

Quellen

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