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Wie der Krieg Innovationen in Israel ausbremst 

Gesprächspartnerin

Andrea Frahm ist Leiterin des Israelbüros der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren in Tel Aviv, das 2019 zur Stärkung der Kooperationen mit Israel in den Bereichen Innovationsmanagement und Technologietransfer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit Israel eröffnet wurde. Andrea Frahm ist außerdem Vorstandsvorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zur Förderung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel in Kultur und Wissenschaft. Zuvor war Andrea Frahm Marketing-Direktorin bei Universal Music Berlin/London/New York und leitete ein Beratungsunternehmen für Mandant:innen aus der digitalen Wirtschaft.

Daten und Fakten

  • Keine andere Nation bringt bezogen auf die Einwohnerzahl so viele Startup-Unternehmen und Investoren hervor. Israel ist ein wichtiges Partnerland für Europas Wissenschaft. Mit einem Anteil von über 0,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes besitzen Venture-Capital-Investitionen in Israel die mit Abstand größte volkswirtschaftliche Bedeutung noch vor den Vereinigten Staaten mit knapp 0,2 Prozent. Europa hinkt im Vergleich zu den USA oder Israel bei der Zahl erfolgreicher Startups hinterher, heißt es in dem Buch „Start-up Nation Israel“ von Dan Senor und Saul Singer.

  • Israel investierte 2018 rund 16 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung und hat diesbezüglich mit 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einen der weltweit höchsten Etats. Mehr als 320 multinationale Unternehmen hatten sich 2019 hier angesiedelt.

  • In einem am 24. Juli 2019 veröffentlichten Bericht der Weltorganisation für geistiges Eigentum erreichte Israel den 10. Platz im Globalen Innovationsindex. In die Auswertung flossen 80 Faktoren ein, darunter Marktregulierung, Ausgaben für Bildung und Forschung und private Investitionen.

  • Die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren ist die größte deutsche Organisation zur Förderung und Finanzierung der Forschung und mit knapp 44.000 Mitarbeiter:innen sowie einem Budget von über 5,8 Milliarden Euro (2021) eine der größten wissenschaftlichen Forschungsorganisationen der Welt. Erklärtes Ziel ist es, „große und drängende Fragen von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft zu beantworten“.

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