GZ BMEIA-2021-0.898.032

Suche nach Interessentinnen und Interessenten zur Aufnahme in den ­österreichischen Vorschlag für die Wahlen zur Gruppe der Expertinnen und Experten des Europarats für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO)

Die Republik Österreich hat dem Europarat für die Wahlen zur Gruppe der Expertinnen und Experten für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (GREVIO) aufgrund des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher ­Gewalt (Istanbul-Konvention; BGBl. III Nr. 164/2014) bis zum 30. März 2022 einen Vorschlag zur ­Nominierung österreichischer Kandidatinnen und Kandidaten zu erstatten, da mit 30. August 2022 das Mandat von fünf Mitgliedern des GREVIO-Komitees ausläuft.

In fachlicher Hinsicht wird für die Kandidatinnen und Kandidaten vorausgesetzt, dass sie neben einem untadeligen Charakter über anerkannte Fachkenntnisse auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Geschlechtergleichstellung, Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, der Unterstützung und des Schutzes von Betroffenen oder über Berufserfahrung in den von diesem Übereinkommen erfassten Bereichen verfügen. Die gute Beherrschung zumindest einer der Amtssprachen des Europarats (Englisch, Französisch) ist erforderlich, zumindest passive Kenntnis der anderen ist wünschenswert.

Mitglieder von GREVIO gehören der Gruppe der Expertinnen und Experten in ihrer persönlichen Eigenschaft für vier Jahre an; sie sollen bei der Ausübung ihres Amtes unabhängig und unparteiisch handeln und zeitlich in einem Umfang zur Verfügung stehen, der ihnen die wirksame Wahrnehmung ihrer Auf­gaben erlaubt. Auf die Intensität der zeitlichen Beanspruchung darf hingewiesen werden; die Abdeckung der Sitzungen des GREVIO-Komitees (exklusive Reisezeit) nimmt pro Jahr etwa sechs bis sieben ­Arbeitswochen in Anspruch. Für die geleistete Arbeit gebührt ein Aufwandersatz nach den Standards des Europarats.

Die Gruppe der Expertinnen und Experten setzt sich aus 15 Personen zusammen, die vom Ausschuss der Vertragsparteien des oz. Übereinkommens aus den von den derzeit 34 Vertragsparteien nominierten Kandidatinnen und Kandidaten in einer kompetitiven Wahl gewählt werden.

Entsprechend qualifizierte Personen werden eingeladen, ihr Interesse an der genannten Funktion bekannt zu geben. Die mit einer ausführlichen Darlegung der Qualifikation versehene Bewerbung und ein Lebenslauf in englischer oder französischer Sprache, der den Vorgaben des Anhangs des unter https://search.coe.int/cm/Pages/result_details.aspx?ObjectID=09000016805c4ba0 abrufbaren Europaratsdokuments (am Ende der Seite) entspricht, sind bis spätestens 11. Februar 2022 dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten an sektioni@bmeia.gv.at zu übermitteln.

Wien, am 14. Jänner 2022

Für den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten

HELMUT TICHY

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