Hollande forderte einen sofortigen und uneingeschränkten Zugang der UN-Waffeninspektoren zu den Angriffsorten und unterstrich seine Entschlossenheit, die mutmaßlichen Giftgasangriffe nahe Damaskus "nicht ungestraft" zu lassen. In diesem Zusammenhang lobte der Präsident die Zusammenarbeit mit Australien, das im September turnusgemäß den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernimmt. Hollande führte nach Elysee-Angaben außerdem ein Telefonat mit dem britischen Premierminister David Cameron, in dem beide "den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien uneingeschränkt verurteilten".

Papst ruft internationale Gemeinschaft zu Friedensinitiative auf  
Nach Angaben der syrischen Opposition wurden bei mehreren Angriffen mit Chemiewaffen am Mittwoch nahe Damaskus bis zu 1300 Menschen getötet. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen berichtete am Wochenende, nach ihren Erkenntnissen seien in syrischen Krankenhäusern 355 Patienten mit "neurotoxischen Symptomen" gestorben und tausende weitere behandelt worden. Regierung und Rebellen beschuldigen sich seit Tagen gegenseitig, Chemiewaffen eingesetzt zu haben.

Papst Franziskus sagte nach dem Angelus-Gebet im Vatikan, angesichts der Zunahme der "Massaker und Grausamkeiten" rufe er die internationale Gemeinschaft auf, "sich sensibler gegenüber dieser tragischen Situation zu zeigen und sich maximal zu engagieren", um den Syrern bei der Suche nach einer Friedenslösung zu helfen. Indirekt warnte Franziskus vor einer militärischen Intervention in Syrien: "Es ist nicht die Konfrontation, die Perspektiven der Hoffnung auf eine Lösung der Probleme bietet, sondern die Fähigkeit zur Begegnung und zum Dialog", sagte der Papst.