Damaskus/Moskau/Washington. Der stellvertretende syrische Außenminister Faisal Mekdad hat einen möglichen US-Militäreinsatz in seinem Land als "Unterstützung für Al-Kaida und deren Verbündete, darunter wie Jabat al-Nusra, bezeichnet. In einem Interview mit dem Sender BBC (Link im Kasten rechts) erklärte Mekdad zudem, für die Angriffe mit chemischen Waffen in Syrien seien nicht die Truppen von Präsident Bashar al-Assad zuständig, sondern vielmehr von den USA unterstützte Gruppen.

Ein Einsatz der USA in Syrien werde den "Hass auf die Amerikaner" verstärken und den gesamten Nahen Osten destabilisieren, warnte Mekdad in dem am Montag veröffentlichten Interview.


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BBC: Syria minister: US strike on Syria 'would benefit al-Qaeda'
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Russland zweifelt weiter an Giftgas-Beweisen

Die russische Regierung ist weiterhin nicht überzeugt von den Vorwürfen westlicher Staaten zum Einsatz von Chemiewaffen in Syrien. "Was uns zuvor und kürzlich von unseren amerikanischen Partnern, sowie den Briten und Franzosen gezeigt wurde, überzeugt uns absolut nicht", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag bei einem Universitätsvortrag in Moskau. Es blieben weiterhin "viele Zweifel" an den Berichten und Videos im Internet zu den mutmaßlichen Chemiewaffenangriffen bei der syrischen Hauptstadt Damaskus.

Weiters warnte Russland die USA davor, dass ein möglicher Militärschlag gegen das syrische Regime die neue Friedenskonferenz in Genf gefährde. Die Chance auf das seit Monaten geplante Treffen rücke in diesem Falle in weite Ferne und sei möglicherweise für immer vorbei, sagte Lawrow. Russland ist ein enger Partner der syrischen Führung.

"Politische Lösung"

  Es gebe zwar weiterhin die Möglichkeit einer politischen Lösung. "Aber je länger wir dies hinauszögern, je länger die Opposition nicht zur Teilnahme an der Konferenz überredet werden kann, desto mehr Opfer in der Zivilbevölkerung werden wir sehen", betonte Lawrow. "Wir sind weiter davon überzeugt, dass es keine Alternative zu einer politischen Regulierung gibt."

  Lawrow warf den "Befürwortern einer militärischen Lösung" vor, kein Interesse an den Ergebnissen der UNO-Inspektion zum möglichen Giftgaseinsatz in Syrien zu haben. Die Anschuldigungen gegen die Führung von Präsident Bashar al-Assad seien "durch nichts gerechtfertigt", sagte der Minister.

Link: BBC: Syria minister: US strike on Syria 'would benefit al-Qaeda'