Keine konkrete Summe

Die Umsetzung der Gesundheitsziele stellt für die Stadt Wien nicht unerhebliche Investitionen dar. Man habe sich darüber zwar bereits Gedanken gemacht, so Wehsely, eine konkrete Summe könne sie aber nicht nennen. Da so viele Institutionen gemeinsam an einem Strang zögen, sei es schwer, genau zu definieren, wo wie viel an zusätzlichen Kosten für die Stadt entstünde. "Außerdem kosten die meisten Punkte nicht per se mehr Geld, sondern erfordern eine bessere Vernetzung, um umgesetzt werden zu können", merkte sie an.

Über die Einigkeit und die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen war auch Beate Wimmer-Puchinger erstaunt. "So viele Vertreter aus verschiedenen Gremien haben sich von Anfang an gemeinsam an einen Tisch gesetzt und auf ein Ziel hingearbeitet. Es freut mich sehr, dass es so eine breite Kooperation gab", betonte die Medizinerin im Gespräch mit der "Wiener Zeitung".

Die Gesundheitsziele wurden von Rot-Grün übrigens in seltener Einigkeit mit der Wiener ÖVP im Gesundheitsausschuss abgesegnet. Einzig die FPÖ verweigerte ihre Unterstützung. Der Katalog wurde vom blauen Gesundheitssprecher Peter Frigo und dem nicht amtsführenden Stadtrat David Lasar auf einer separaten Pressekonferenz als "nett aber unrealistisch" kritisiert.