"Die Vernunft hat sich durchgesetzt."
Finanz-Staatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ)

"Wir begrüßen die Entscheidung, das ist eine verantwortungsvolle und vernünftige Lösung."
ÖGB-Präsident Erich Foglar

"Eine geordnete Insolvenz wäre der vernünftigste Weg gewesen. Die Lösung ist die schlechteste aller möglichen Varianten. Die ganze finanzielle Last bleibt beim Steuerzahler hängen, die Spekulanten und Banken werden aus ihrer Verantwortung herausgenommen. Das ist eine Strategie des Vertuschens. Die Abwicklung einer Insolvenz hätte vor Gerichten stattgefunden, und das ist etwas, das SPÖ und ÖVP sehr unangenehm gewesen "
FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl

"Wer leichtsinnig nach Insolvenz ruft, unterschätzt dabei die Risiken – nicht nur für das Bundesland Kärnten, sondern vor allem für die österreichischen Steuerzahler. Klar ist: So etwas wie dieses blaue Hypo-Schlamassel darf nie wieder passieren."
Wirtschaftsbund-Obmann Peter Haubner (ÖVP)

"Nichts ist schlimmer als eine andauernde Hysterie und nichts ist teurer als keine Entscheidung zu treffen. Diese Nicht-Entscheidungen haben uns in den letzten Jahren mindestens fünf Milliarden Euro an zusätzlichen Schulden aufgebürdet."
Kärntner Landesrat Rolf Holub (Grüne)

"Es ist ein ökonomischer und juristischer Fluchtversuch der Regierung, große Investoren, Fonds und Banken nicht in die wirtschaftliche Plicht zu nehmen und ein Maximalschaden für die Steuerzahler. Eine Quote von 60 Prozent wäre zu organisieren gewesen."
Budgetsprecher der Grünen, Werner Kogler

"Das, was heute im Finanzministerium geboten wurde, war ein demütigendes Trauerspiel. Der Finanzminister hat sich von Nationalbankgouverneur Nowotny an der Hand nehmen lassen; gegenüber den Gläubigern und Bayern wurde jeglicher Verhandlungsspielraum aufgegeben; und der Versuch einer vernünftigen Diskussion über eine Insolvenzlösung musste aus Koalitionsräson abgeblasen werden. Das war die teuerste Pressekonferenz der Zweiten Republik."
Neos-Budgetsprecher Rainer Hable

"Grundsätzlich wäre für mich als marktliberaler Mensch die Insolvenz die natürlichste Lösung, die aber aufgrund der komplizierten Haftungsstrukturen in dem Fall auch die Steuerzahler schwer belasten würde. In Hinblick darauf befürworte ich die heute bekanntgegebene Lösung, auch wenn sie um Jahre zu spät kommt."
Team Stronach Klubobfrau Kathrin Nachbaur

"Eine Insolvenz wäre – verglichen mit der international erprobten Abwicklung in einer Abbaugesellschaft – mit dem größeren Risiko und einer größeren Ungewissheit behaftet gewesen. Vor allem hätte eine Insolvenz einen großen Reputationsschaden für den Standort und den Finanzplatz Österreich bedeutet."
Georg Kapsch, Präsident der Industriellenvereinigung