Maastricht

Im November 1993 tritt der Maastricht-Vertrag über die Europäische Union (statt der Europäischen Gemeinschaft) in Kraft. Dieser beinhaltet eine künftige gemeinsame Währung, eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik sowie eine engere Zusammenarbeit bei Justiz und Innerem. Das EU-Parlament bekommt Gesetzgebungsbefugnisse.

Nizza

Im Februar 2003 tritt der Vertrag von Nizza in Kraft, der den EU-Beitritt von Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern im Mai 2004 ermöglicht.

Paris

Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande, Belgien und Luxemburg gründen im April 1951 mit dem Pariser Vertrag die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl als Vorläufer von EG und EU.

Rom

Am 1. Jänner 1958 treten die Römischen Verträge über die Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (Euratom) in Kraft.

Schengen

Im ersten Schengener Abkommen vom 14. Juni 1985 zwischen der Benelux-Wirtschaftsunion, der BRD und Frankreich wird der schrittweise Abbau der Kontrollen an den

gemeinsamen Grenzen beschlossen. Heute umfasst der Schengen-Raum, in dem es keine Grenzkontrollen gibt, die EU-Mitglieder Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechien und Ungarn sowie die Nicht-EU-Länder Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz. Bulgarien, Kroatien, Rumänien und Zypern sind noch nicht vollständig beigetreten. Großbritannien und Irland kooperieren mit den Schengen-Staaten.

Straßburg

Die deutsch-französische Grenzstadt ist neben Brüssel der zweite Sitz des EU-Parlaments und weiterer EU-Institutionen.

Visegrád

Am 15. Februar 1991 bilden Polen, Ungarn und die Tschechoslowakei in Visegrád ein Freihandelsabkommen (dort kamen schon im Oktober 1335 die Könige von Böhmen, Ungarn und Polen zusammen). Die Visegrád-Gruppe aus Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn stellt sich vor allem in der Flüchtlingskrise ab 2015 gegen andere EU-Mitglieder.