All die großen Stars, die wir kennen, sind so erfolgreich, weil sie das Gesamtpaket haben, von einer Persönlichkeit, die einnehmend ist, bis zu unfassbarem Talent und noch viel größerer Disziplin. Ich glaube, wenn man nicht zu 100 Prozent gewillt ist, das zu tun, dann schafft man vielleicht die letzten großen Schritte nicht. Ich glaube auch nicht, dass es eine Garantie ist, zu arbeiten, bis man umfällt. Aber es ist wohl der einzige Weg. Und dann gehört noch viel Glück dazu. Andreas Kümmert hat ein unfassbares Talent und vielleicht liebt er das Singen wahnsinnig. Aber vielleicht muss er das gar nicht vor so einem großen Publikum machen, um glücklich zu werden.

Wissen Sie schon, was Ihre Aufgabe beim Song Contest in Wien ist?

Ja, ich werde im Green Room moderieren, weil ich denke, dass ich den Kandidaten gut nachfühlen kann, wie es ihnen geht.

Und Ihnen auch sagen, dass man sein Mikro festhält am Klo?

Ja, das war aber der Kopfhörer, der sich verabschiedet hat. Ein bisschen singen darf ich auch. Aber vor allem freue ich mich, dieses Event nochmal erleben zu dürfen aus einem entspannten Zugang.

Bisher ist es Ihnen ganz gut gelungen, sich vor Vereinnahmung von Gruppierungen oder Parteien zu schützen. Im Gefolge des Song Contest wird der Wahlkampf in Wien starten. Kann es sein, dass Sie unverhofft als Werbefigur dienen?

Ich glaube nicht, ich sag das auch immer wieder: Was ich mache, ist wohl in die Kategorie Sozialpolitik einzuordnen. Wobei ich mir mit Politik immer schwertue, weil eigentlich spreche ich von dem Natürlichsten der Welt: Menschenrechte und Respekt. Aber ich bin nicht parteipolitisch.

Und das bleibt auch so?

Das bleibt so. Ich denke nicht, dass sich irgendwer mein Gesicht an den Button heften wird, und wenn das wer tut, wird er einen Brief bekommen.