Wien. (iw) Schön langsam bringt man sich in Stellung: Gestern, Montag, präsentierten die Stadt Wien und der ORF die Details des Programms rund um den 60. Eurovision Song Contest (ESC), der dank Conchita Wurst heuer am 23. Mai in Wien stattfinden wird.

Neben der Hauptlocation, der Wiener Stadthalle, wird der Rathausplatz zur "Eurovision Village" umgebaut. Die Umbauarbeiten sind schon jetzt voll im Gange - allerdings noch für den Life Ball am 16. Mai, der zurzeit eine Bühne à la Sezession aufbaut.

Diese darf gleich am Tag darauf für den Auftakt der ESC-Veranstaltung genutzt werden. Denn am Sonntag, den 17. Mai, findet dort der große Aufmarsch der teilnehmenden Künstler statt. Dafür wird ab 17 Uhr ein Teil des Rings gesperrt und der bisher längste rote Teppich - 200 Meter lang - ausgerollt. Die Vertreter der 40 Nationen, die am Song Contest teilnehmen, ziehen dann ins Rathaus. Diese "Opening Ceremony" wird um 19 Uhr live im ORF übertragen. Wiens Bürgermeister Michael Häupl wird die teilnehmenden Künstler willkommen heißen.

Länderpavillons im Song-Contest-Dorf

Mit ihrer Idee "Hello Vienna. Welcome Europe!" konnten die Geschäftsführer dreier Eventagenturen, Martin Brezovich, Emanuel Grasl und Wolfgang Peterlik, bei Stadt und ORF punkten. So werden Länderpavillons von Großbritannien, Italien, Spanien oder Serbien am Rathausplatz aufgestellt. Die Nationen bekommen damit die Möglichkeit, jeweils ihr Land eine Woche lang bis zum Finaltag vorzustellen.

Montag, Mittwoch und Freitag vor dem ESC werden Themenabende am Rathausplatz präsentiert. Am Montag gibt es eine große Modenschau - mit Modedesignern aus vielen der teilnehmenden Ländern. Österreich wird von Lena Hoschek vertreten. Der Mittwoch ist dem kurz vor Weihnachten 2014 verstorbenen Udo Jürgens, dem ehemaligen Song-Contest-Gewinner, gewidmet. Und der Freitag steht ganz im Zeichen von Conchita Wurst, die mit einer Dokumentation vorgestellt wird.

An den beiden Halbfinaltagen, Dienstag und Donnerstag, und am Finaltag, Samstag, wird der Platz zur Public Viewing Piazza. Mittels Riesen-Screens wird der Showdown am Samstag live aus der Stadthalle übertragen.

Public Viewing in Wien Mitte und Pratersauna

Bis zu 20.000 Menschen werden am Finaltag erwartet. In Wien wird es zwei weitere von der Stadt Wien und dem ORF organisierte Public-Viewing-Plätze geben: Wien Mitte und die Pratersauna. Darüber hinaus gibt es natürlich etliche andere öffentliche TV-Plätze. So bietet das Theater am Spittelberg in der Spittelberggasse im 7. Bezirk am 19., 21. und 23. Mai Live-Übertragungen, kommentiert von Kabarettisten, an.

Auch in allen anderen Bundesländern wurden öffentliche ESC-Plätze verhandelt. Bereits fixiert sind in Oberösterreich in der Plus City Leonding, im Star Movie Kino Regau und Wels, in Wels am Minoritenplatz, im Courtyard by Marriott Linz und am Marktplatz Mondsee, in Vorarlberg in Dornbirn ("Die Wirtschaft" unter der Woche bzw. Dornbirn Marktplatz am Samstag), in Salzburg im Europark (Theater Oval, mit Voranmeldung), im Burgenland in Eisenstadt, in der Steiermark in Bad Mitterndorf und in Niederösterreich in der Burg Gars am Kamp. In Kärnten und Tirol sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.

Das "Eurovision Village" am Rathausplatz wird von Montag bis Samstag täglich ab 12 Uhr bis Mitternacht geöffnet haben. Es ist öffentlich und kostenlos zugänglich. ESC-Executive-Producer Edgar Böhm versicherte, dass es das "größte Eurovision Village" sei, "das es je gegeben hat". "Und wir haben uns in den vergangenen Jahren schon sehr viele Länder angesehen", so Böhm. "Wir wollten immer gewinnen. Jetzt nach 48 Jahren ist es uns endlich wieder geglückt."