Zwar soll Aristoteles in Zusammenhang mit Zoe einmal etwas von wegen Staatsdienst philosophiert haben (bitte selber nachgoogeln!), die nun in Sachen Song Contest um die Publikumsgunst buhlende Sängerin (fast) gleichen Pseudonyms allerdings wird bei Humboldt garantiert nicht den Amtsrat machen. Au contraire! Die junge Dame will Sängerin werden.

Dabei hat sich Zoë, die 18-jährige Tochter von Christof Straub, dem Gitarristen, Sänger und Songwriter des heimischen Mann-Frau-Duos Papermoon ("Tell Me A Poem"), für ihre Erstpräsentation mit "Adieu" dem Chanson verschrieben. Mit diesem lässt sich kess im Handumdrehen oder während eines durchschnittlichen Augenaufschlags schon seit immer auch ein Publikum erspielen, dem Musik nicht einmal als Nebensache völlig egal ist. Das ist schade, hat die Dame mit der künstlerischen Vorvergangenheit im Kiddy Contest doch eine Stimme im Angebot, der zuzuhören sich durchaus lohnen würde. Ein Auftritt in der zweiten Vorausscheidungs-Runde als barfüßige Unschuld aber erschien dann doch wieder recht kontraproduktiv, allgemein mit dieser Ästhetik verbundenen Zuschreibungen wie "nett", "niedlich", "lieb" oder "süß" etwas entgegenzuhalten.

Dass Zoë ausgerechnet Edith Piaf als Vorbild nennt, darf aber nicht nur ihren möglichen Stammbeisln Hoffnung machen (der Umsatz!). Auch die Hörerschaft kann so noch mit einem Aufrauen der Oberflächen zugunsten der Ecken und Kanten und vielleicht etwas mehr Tiefe rechnen.