Karte von Frankreich mit Departements nach jeweiliger Mehrheit eines Kandidaten. - © APA
Karte von Frankreich mit Departements nach jeweiliger Mehrheit eines Kandidaten. - © APA

Paris. Ein Riss geht durch Frankreich - und das nicht nur im übertragenen Sinne. Ein Blick auf die Landkarte zeigt: Beinahe die Hälfte des Landes hat in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen mehrheitlich für die Rechtspopulistin Marine Le Pen gestimmt. Die andere, etwas größere Hälfte für den sozialliberalen Reformer Emmanuel Macron.

Le Pen konnte vor allem in den verarmten früheren Industrieregionen des Nordens absahnen sowie im strukturschwachen Süden, entlang der Mittelmeerküste und auf Korsika. Das deckt sich in etwa mit den Regionen, in denen Le Pens rechtsextreme Partei, die Front National, traditionell viele Wähler überzeugen kann. Macrons Hochburgen sind unter anderem die Bretagne und Paris sowie generell der Westen Frankreichs entlang der Atlantikküste.

Ihr bestes Ergebnis fuhr die Rechtspopulistin im nördlichen Departement Aisne ein. In der ländlich geprägten Region nahe Belgien stimmten 35,67 Prozent für Le Pen und somit etwa doppelt so viele wie für Macron, der mit 17,94 Prozent auf Platz 2 landet. Prozentual die meisten Macron-Wähler gab es in der Hauptstadt. 34,83 Prozent der Pariser Wähler stimmten für den Polit-Jungstar und nur 4,99 Prozent für Le Pen. Die Zahlen entsprechen Angaben des Innenministeriums vom Montagmittag, als landesweit 97 Prozent der Stimmen ausgezählt waren.