Paris/Wien. "Ich freue mich sehr, dass Emmanuel Macron überzeugend gewonnen hat, der in seinem Wahlkampf klar und deutlich für ein starkes Europa Stellung bezogen hat. Europa braucht Frankreich und Frankreich braucht Europa". Das erklärte Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Sonntagabend per Aussendung zum Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich.

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem zukünftigen Präsidenten Macron im Interesse unserer beiden Länder und im Interesse Europas. Ich gratuliere ihm sehr herzlich zu seinem deutlichen Wahlerfolg". Der parteilose Wirtschaftsliberale hatte sich am Sonntag in der Stichwahl mit rund 65 Prozent der Stimmen klar gegen Marine Le Pen von der rechtspopulistischen Front National durchgesetzt.

Die deutliche Mehrheit, die er hinter sich vereinen konnte, stimmt optimistisch. "Einmal mehr hat sich gezeigt, dass mit einer klaren Haltung für ein Vereintes Europa Wahlen zu gewinnen sind und einmal mehr hat sich auch gezeigt, dass der Aufstieg nationalistischer Parteien keineswegs unaufhaltsam ist", so Van der Bellen. "Eindrucksvoll ist auch der Erfolg seiner Bewegung 'En Marche!', die über die Parteigrenzen hinweg von vielen tausenden Freiwilligen unterstützt wurde."

Bundeskanzler Christian Kern hat Macron am Sonntagabend auf Facebook zu seinem Sieg gratuliert. "Félicitations à Emmanuel Macron!", ließ Kern wissen.

Er sehe in dem parteilosen Macron "einen Verbündeten für den dringend nötigen Politikwechsel in der EU", schrieb der Bundeskanzler. "

"Jetzt Wirtschaftsreformen angehen" 

"Mit dem Wahlsieg von Emmanuel Macron bleibt Frankreich ein stabiler Partner in der Europäischen Union. Macron hat sich mit einem positiven und pro-europäischen Kurs durchgesetzt. In diesem Sinne setzen wir auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit in Europa", gratulierte Vizekanzler Reinhold Mitterlehner am Sonntagabend per Aussendung dem künftigen Präsidenten Frankreichs.

"Jetzt geht es vor allem darum, die notwendigen Wirtschaftsreformen anzugehen. Das bewährte Motto 'mehr privat, weniger Staat' wäre gerade auch für Frankreich wichtig. Von einer Entlastung der Wirtschaft würden in weiterer Folge auch österreichische Exporteure und Investoren profitieren", erwartete ÖVP-Obmann Mitterlehner.

"Wichtiges Signal für Zukunft Europas"