Wien. Ein bisschen Erleichterung war schon dabei, als Oskar Deutsch Bilanz über die am Dienstag mit einer Party in der Pyramide Vösendorf zu Ende gegangenen Makkabi Spiele in Wien zog. Immerhin waren es die ersten Spiele seit 1945 im deutschsprachigen Gebiet gewesen, die jüdische Sportler aus der ganzen Welt in Wien zusammenbrachte, vor der Vergabe hatte es aus diesem Grund leise skeptische Stimmen gegeben. Doch das Ziel, zu zeigen, wie gut sich jüdisches Leben in Österreich entwickelt habe, sei aufgegangen, findet der für die Organisation verantwortliche Deutsch, er habe von den Teilnehmern positives Feedback bekommen. Die Erwartungen seien nicht nur erfüllt, sondern sogar "übertroffen" worden, sagt er.

Besonders erfreulich war für Deutsch neben dem Blick auf den Medaillenspiegel, der Österreich mit 19 Gold-, 27 Silber- und 32 Bronzemedaillen als Vierten ausweist, die Zuschauerzahlen gewesen. Insgesamt zogen die Bewerbe, an denen 1800 Sportler aus 38 Nationen teilnahmen, 60.000 Besucher an - jüdische ebenso wie nicht-jüdische.