• Bevölkerung: 15,370 Mio. Einwohner
  • Fläche: 1.240.194 km²
  • Hauptstadt: Bamako
Mali ist ein karges Land mit Bodenschätzen.Das Bild zeigt die Hammada-Wüste nördlich von Gao. - © Foto: Albert Backer - Creative Commons
Mali ist ein karges Land mit Bodenschätzen.Das Bild zeigt die Hammada-Wüste nördlich von Gao. - © Foto: Albert Backer - Creative Commons

Mali gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Zwischen 1996-2010 betrug das Wirtschaftswachstum 5% jährlich.

Das Land exportiert Gold und landwirtschaftliche Produkte. Um die Abhängigkeit vom Weltmarkt zu verringern werden der Abbau von Eisenerzen und Baumwollfarmen gefördert. Mithilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) wurde in den letzten Tagen eine bescheidene Industrie aufgebaut, die ausländisches Kapital anlocken soll. Die Investitionen in den Tourismus haben sich aufgrund des Putsches im Jänner 2012 und des Bürgerkriegs bislang nicht rentiert.

Rund zwei Drittel des Landes bestehen aus Wüsten oder Halbwüsten. 10 Prozent der Bevölkerung sind Nomaden.

Der Konflikt im Norden Malis

Mali mit dem nicht anerkannten Azawad im Norden des Landes. - © Grafik: Orionist - Creative Commons
Mali mit dem nicht anerkannten Azawad im Norden des Landes. - © Grafik: Orionist - Creative Commons

Im Norden Malis kämpfen Tuareg-Rebellen seit langem für eine größere Unabhängigkeit. Mithilfe des von Libyen ins Land gekommenen Waffenarsenals und mit Unterstützung islamistischer Gruppen konnte die Nationalen Bewegung für die Befreiung des Azawad (MNLA) am 6. April 2012 die einseitige Unabhängigkeit Nordmalis unter dem Namen Azawad ausrufen. Diese wurde allerdings sowohl von der Afrikanische Union wie vo der EU nicht anerkannt.

Innerhalb des Gebietes brachen bald Kämpfe zwischen islamistischen Fundamentalisten der Ansar (Ansar al-Dine) und der MNLA aus. Ansar Dine will in dem Gebiet einen islamischen Staat etablieren. Einen Eindruck davon erhielten die Bewohner des Azawad bei der Zerstörung der der durch die UNESCO denkmalgeschützten Grabstätten in Timbuktu und durch Todesurteile wegen angeblicher moralischer Vergehen.

Seit dem Ausbruch der Auseinandersetzungen im Jänner 2012 sind 350.000 Menschen aus ihren Wohnstätten geflohen. 200.000 Flüchtlinge befinden sich innerhalb der Landesgrenzen. Zehntausende sind nach Algerien, Burkina Faso, Mauritanien und Niger geflohen. Auch Guinea und Togo haben Malier aufgenommen.

Am 11. Januar 2013 begann eine Militäroperation der malischen Streitkräfte namens Opération Serval, unterstützt von französischen Einheiten, gegen aus dem Norden vorrückende islamistische Rebellen.

(Quellen: CIA Factbook, Wikipedia, UNHCR u.a.)