Brüssel/Wien/Bamako. Österreich bietet bei einer am heutigen Dienstag in Brüssel stattfindenden Truppensteller-Konferenz für die EU-Militär-Ausbildungsmission in Mali einen Beitrag von höchstens neun Ärzten und Sanitätern des Bundesheeres formell an. Wie Oberst Michael Bauer, Sprecher des Verteidigungsministeriums, gegenüber der APA sagte, melde Österreich bei der Konferenz "maximal neun Personen aus dem militärmedizinischen Bereich" ein.

  In einem ersten Schritt wollen die EU-Staaten bei der Konferenz ihre jeweiligen nationalen Beiträge anbieten. In weiterer Folge muss in Verhandlungen zwischen den Staaten geklärt werden, welcher tatsächlicher Beitrag dann benötigt wird. Dies könne noch Wochen dauern, hieß es in Ratskreisen.

Die Truppensteller-Konferenz  
Die Truppensteller-Konferenz findet parallel zu einer internationalen Mali-Konferenz in Brüssel statt. Vertreter von 45 Staaten und internationalen Organisationen wollen über die militärische, politische und humanitäre Lage in Mali sprechen. Die Konferenz wurde von den Vereinten Nationen, der Afrikanischen Union und der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS einberufen. Die EU ist Gastgeber und einer der Teilnehmer.

  Der Start der EU-Ausbildungsmission zum Training der Streitkräfte von Mali steht noch nicht fest. Ursprünglich war Ende Februar/Anfang März vorgesehen. Die EU geht von bis zu 250 Ausbildern aus. Diese sollen durch etwa 200 Soldaten geschützt werden.