Spät, aber doch. Nach diesem Motto dürften die Betreiber des sozialen Netzwerks Facebook beim Thema Datenschutz und Privatsphäre gehandelt haben. Wie nun in einem Blog-Eintrag bekannt wurde, wird Facebook den Anwenderinnen und Anwendern mehr Möglichkeiten in die Hände geben um ihre Daten besser kontrollieren zu können.

Blockieren und verhindern
Am Dienstag wurden neue Details zu kommenden Veränderungen bei Facebook veröffentlicht. In Zukunft sollen die User schnell und einfach über ihre Daten bestimmen können. Genau genommen wird es möglich sein, Einträge für unterschiedliche Adressaten - Freunde oder Öffentlichkeit - sichtbar zu machen. Zudem können unerwünschte Markierungen etwa auf Bildern entfernt werden.


Links
Facebook-Blog: Making It Easier to Share With Who You Want
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Start in den kommenden Tagen
Viele Anwenderinnen und Anwender waren in der Vergangenheit irritiert was die Bezeichnungen bei Facebook betraf. Jetzt wird die Bezeichnung "everyone" durch "public" ersetzt. Vielfach wurde gedacht, dass es sich bei "everyone" um alle im sozialen Netzwerk handelte, es war aber die Gesamtheit der Internet-User gemeint. Die Änderungen machen es nun einfacher, zu erkennen, welche Einträge an welche Gruppen veröffentlicht werden. Laut Blog-Eintrag werden die Veränderungen in den kommenden Tagen ausgerollt werden.

Reaktion auf Google+?
Von offizieller Seite wird es zwar dementiert, doch die Gerüchteküche sieht in den Änderungen eine direkte Reaktion auf das Konkurrenzangebot Google+. Dort können die User nämlich sehr einfach entscheiden welche Gruppe die Nachrichten erhalten und somit lesen können soll.

Unerwünschtes Taggen unterbinden
In der US-Version werden die Anwenderinnen und Anwender in Zukunft zwischen den Kategorien "public," "friends" oder "custom" auswählen können und so bessere Zuordnungen machen können. Ein weiterer großer Schritt ist die Möglichkeit in Zukunft unerwünschte Tags entfernen zu können. Doch nicht nur diese Möglichkeit wird geboten, man kann Tags auch von vornherein unterbinden.

Automatische Gesichtserkennung
Die heftig umstrittene automatische Gesichtserkennungs-Funktion, über die einmal markierte Personen automatisch in Bildern gefunden werden können, bleibt von den Änderungen unberührt. Dafür kann man sich in Zukunft leichter anzeigen lassen, wie ein Profil aus der Sicht anderer Nutzer aussieht.