Großer Fördertopf

Die Stadt habe sich auf den Start-up-Boom gut eingestellt. "Wien ist einer der Städte mit dem dichtesten System, was das Förderungs- und Beratungsangebot angeht", sagt Hirczi. Das würde auch Start-ups aus anderen Ländern anziehen. Auch die nötige Infrastruktur sei in den vergangenen Jahren gewachsen. Die Wirtschaftsagentur selber habe die ersten Coworking-Spaces initiiert, inzwischen gebe es 40 solcher Einrichtungen. Die Zahl der Inkubatoren und Acceleratoren - sie helfen, Start-up-Ideen weiterzuentwickeln beziehungsweise die Entwicklung von Start-ups zu beschleunigen - hat ebenfalls deutlich zugenommen.

Dadurch sind Start-ups verstärkt in der Geschäftswelt angekommen. "Früher gab es zwischen großen Unternehmen und Start-ups keine Interaktion", sagt Hirczi. Die großen hätten ihre Entwicklungsarbeit selber erledigt. Heute ist diese oft an Start-ups ausgelagert oder sind diese eingebunden. Die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt Start-ups durch ein All-inclusive-Paket. Insgesamt steht ein Förderbudget von 30 bis 35 Millionen Euro jährlich zur Verfügung, ein Drittel geht davon an Neugründungen. Darüber hinaus bietet die Wirtschaftsagentur Beratung und Coaching, hilft bei der Vernetzung, organisiert Fahrten auf Start-up-Messen sowie Treffen in kleineren Formaten. Und schließlich beteiligt sie sich auch an Großevents, wie dem Pioneers Festival. Wien habe eigentlich nur mit einem einzigen Problem zu kämpfen: Nicht ausschließlich als Kulturmetropole oder Stadt mit hoher Lebensqualität wahrgenommen zu werden, sondern auch als innovativer Start-up-Standort.

Scheinwerfer auf Wien

"Das Pioneers Festival leistet seit Jahren einen wichtigen Beitrag dafür, dass die Scheinwerfer der internationalen Start-up--Szene auf Österreich, insbesondere Wien, gerichtet sind", sagt Wirtschaftsminister Harald Mahrer. Österreich zähle zu den relevantesten Start-up-Hotspots. Bei den größten und wichtigsten Investoren habe die österreichische Innovationsszene in letzter Zeit stark an Aufmerksamkeit gewonnen. "Daran müssen wir weiterarbeiten, denn unser Ziel ist klar: Wir wollen in die Gruppe der Innovation-Leader und zu einem starken Start-up-Hotspot in Europa aufsteigen", sagt Mahrer. Innovative Start-ups seien die Wirtschaftsmotoren von morgen.