(wh) Die Wähler in Vorarlberg halten nichts von Showtypen in der Politik, ihnen liegt das Nüchterne, Bodenständige besser. Nach Herbert Sausgruber setzt die ÖVP mit Markus Wallner nun erneut auf dieses Modell. Dass sich damit auch heute noch absolute Mehrheiten erringen lassen, hat Sausgruber erst 2009 bewiesen. Wallner wird sich an dieser Latte messen lassen müssen. Das ist ihm selbst wohl am besten bewusst, immerhin werkt der heute noch mit 44 Jahren jugendlich wirkende Frastanzer seit 1994 in der Politik. Für die Übernahme der Führung des Landes wurde Wallner behutsam, aber konsequent aufgebaut: Erst von 1997 bis 1999 als persönlicher Referent des Landeshauptmanns, dann als Geschäftsführer der Landespartei, als Klubobmann (2004) und schließlich als Landesrat und Landesstatthalter, wie im Ländle der Stellvertretende Landeshauptmann genannt wird (ab 2006).

Wallner, der Politikwissenschaft und Geschichte in Innsbruck studierte, ist verheiratet und Vater zweier Töchter und eines Sohnes.