Immer besser, wenn man sich gleich selbst drum kümmert. Weil, wer weiß, was sonst wieder herauskommt. Wird sich Elton John vielleicht gedacht haben. Der einstmals berühmteste Brillenträger des Pop-Universums (ein Adelstitel, den nunmehr, wie so ziemlich alles Paradiesvogelartige, Lady Gaga innehat) arbeitet jetzt an der Verfilmung seines Lebens. Das soll aber nicht einfach eine schnöde Filmbiografie (oder Biopic, wie Eingeweihte sagen) werden. Sondern mindestens ein Musical. "Normal" brauche der Film nicht zu sein, denn sein Leben sei auch nie normal gewesen, sagt der Mann, der eigentlich Reginald Kenneth Dwight heißt, wie jeder "Trivial Pursuit"-Spieler weiß. Zu erzählen gibt es so einiges aus seinem Privatleben, von seinen Drogenproblemen über seine Freundschaft mit ermordeten Modeschöpfern und verunfallten Prinzessinnen bis zur schwulen Vorzeigepartnerschaft mit David Furnish, mit dem er seit 2010 einen Sohn hat, der von einer Leihmutter ausgetragen wurde. Einen Wunschkandidaten für die Hauptrolle hat er schon: den Sänger Justin Timberlake.