(kats) Mit "großem Engagement" habe er sich "in Wissenschaft und Lehre um Schutz und Sicherung verfassungsrechtlich gewährleisteter Grundrechte eingesetzt". Viel Lob fand die Jury des Forums Verfassung rund um den Ex-Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs, Karl Korinek, für Walter Berka. Der Salzburger Universitätsprofessor hat am Dienstag den mit 15.000 Euro dotierten Verfassungspreis des Forums erhalten.

Berka (64) ist Experte vor allem auf dem Gebiet der Menschenrechte und des Medienrechts. In einem Gutachten erläuterte er, dass die Vorratsdatenspeicherung dem Rechtsstaat zuwiderlaufe. Die Unabhängigkeit des ORF hält er für prekär; Inserate mit Berichterstattung (Stichwort: Regierungsinserate) zu koppeln, sei "eine Sünde gegenüber der Meinungsfreiheit".

Berka ist wirkliches Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Vorsitzender des Akademierats. Zu den jüngsten Querelen in der ÖAW sagt er: "Die Akademie muss wieder durchstarten." Berka ist verheiratet und hat drei Kinder, in seiner Freizeit reist und taucht er gerne.