Nun zieht vielleicht der Punk ein in die Serenissima. Denn der Punk ist eines der Lieblingsthemen von Mathias Poledna. Der Wiener wurde am Mittwoch als Österreichs Vertreter für die Kunstbiennale in Venedig 2013 präsentiert. Der 46-Jährige ist mit seinen Arbeiten bereits in internationalen Museen vom Moma in New York bis zum Stedelijk in Amsterdam vertreten, er selbst lebt seit 2000 in Los Angeles, wo ihn ein Schindler-Stipendium hingeführt hat.

Kernthema in Polednas Werk ist die Reflexion moderner Kultur in Film, Architektur und Design, die Re-Inszenierung von Geschichte und das Format reduzierter filmischer Installationen. So zeigt er eben im Film "Actualité" Szenen aus dem Proberaum einer Postpunk-Band im Jahr 1979. Was er bei der Biennale präsentieren wird, das hat er naturgemäß noch nicht verraten. Er habe noch "sehr lose Ideen" und stehe "jetzt vor dem leeren Blatt Papier, das mir in Form des Hoffmannschen Pavillons entgegentritt", erklärte er. Eines könnte ein Hinweis sein: Bei der Biennale in Venedig gehe es "auch viel um Unterhaltung", konstatierte er.