Dietmar Aluta-Oltyan war über Jahrzehnte, um es branchenspezifisch zu beschreiben, die tragende Säule des Alpine Konzerns. Als 24-Jähriger trat der 1944 in Bad Hall geborene Aluta-Oltyan in das Unternehmen der Brüder Pappas ein, sechs Jahre später wurde er zum Geschäftsführer bestellt. "Ich habe mein Leben der Alpine gewidmet", sagte Aluta-Oltyan einmal, dessen Vater einst zum Studieren aus Rumänien nach Salzburg gekommen war.

Der ausgebildete Tiefbau-Ingenieur machte die Alpine zum zweitgrößten Baukonzern Österreichs, 2005 wurde er schließlich auch dessen Gesellschafter. Auf den heute 68-Jährigen trifft die Beschreibung zu, ein leidenschaftlicher Unternehmer zu sein, doch das bedingte wohl auch, so gut wie jede Entscheidung selbst treffen zu wollen. "Ich nehme die Dinge in die Hand. Es ist besser, eine falsche als keine Entscheidung zu treffen", sagte Aluta-Oltyan in einem Interview des konzerneigenen Magazins vor vier Jahren.

Doch genau so eine falsche Entscheidung führte dazu, dass der öffentlichkeitsscheue Manager auf einmal im Scheinwerferlicht stand. Aluta-Oltyan wurde 2006 wegen Bestechung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer 1,8 Millionen Euro Strafe verurteilt, da er nach der Vergabe des Auftrags für die Münchner Allianz Arena eine Provision an den Stadiongeschäftsführer gezahlt hatte. Dennoch wurde Aluta-Oltyan im selben Jahr Aufsichtsratschef der Alpine. Im Vorjahr verkaufte er dann seine verbliebenen Anteile an die spanische Muttergesellschaft FCC. Die Ära Aluta war beendet.