Washington. Der designierte US-Präsident Donald Trump hat Russland die Verantwortung für die Hacker-Angriffe im US-Präsidentschaftswahlkampf zugewiesen. "Ich denke, es war Russland", sagte Trump am Mittwoch in seiner ersten Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg. In den vergangenen Wochen hatte Trump entsprechende Erkenntnisse der US-Geheimdienste noch infrage gestellt.

"Es war Russland", sagte Trump am Mittwoch auf eine entsprechende Frage eines Reporters - fügte er aber ein, er sei der Meinung, dass es noch von anderen Ländern Hackerangriffe auf die USA gegeben habe.

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen für ein besseres Verhältnis zu Russland ausgesprochen. "Wir werden sehen, was ich für ein Verhältnis zu Russland haben werde", sagte Trump am Mittwoch. Es sei nicht sicher, wie das aussehen werde. Er hoffe, dass er mit Putin auskommen werde. "Ich hoffe, ich komme mit Putin klar. Kann gut sein, dass nicht." Das Putin offenbar ihn, Trump, möge, betrachte er "als Vorteil, nicht als Belastung".

Gleichzeitig wies der künftige US-Präsident jüngste Vorwürfe in Zusammenhang mit seinen Verbindungen nach Russland scharf zurück. Die Medienberichte darüber seien "Unsinn", sagte Trump am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in New York. "Ich habe großen Respekt vor der Pressefreiheit", sagte Trump. Er dankte denjenigen Medien, die mit den Informationen vorsichtig umgegangen seien. Zuvor hatte er US-Medien in ihrer Gesamtheit als "unehrlich" bezeichnet.

"Übertrage Geschäfte an meine Söhne"

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat sein Firmenimperium offiziell seinen Söhnen übertragen. Bei der ersten Pressekonferenz seit seinem Wahlsieg sagte Trump am Mittwoch in New York, er habe die entsprechenden Papiere unterzeichnet, um seinen Söhnen Eric und Donald Jr die "komplette" Kontrolle über seine geschäftlichen Aktivitäten zu übergeben.

"Ich mache das, obwohl ich es eigentlich nicht müsste", sagte Trump. Sein Firmenimperium werde eine Struktur haben, die ihn komplett vom Management enthebe. Seine Anwältin sagte in der Pressekonferenz, die Amerikaner könnten sicher sein, dass Trump als Präsident eine Kollision mit seinen Interessen als Immobilienunternehmer vermeiden werde.

Für die USA will Trump der größte Arbeitsplatzbeschaffer aller Zeiten sein. Er wiederholte am Mittwoch vor Medien in New York ein entsprechendes Versprechen aus dem Wahlkampf. Er werde sehr hart daran arbeiten, sagte Trump. "Wir haben eine Bewegung, die niemand erwartet hat", sagte Trump. Er wird das Amt am 20. Jänner übernehmen.