Washington. Donald Trump ist der 45. Präsident der USA. Der 70-Jährige legte am Freitag den Amtseid auf der Terrasse des Kapitols in Washington ab. Der Republikaner löst den Demokraten Barack Obama nach acht Jahren im Weißen Haus ab. Trump ist Umfragen zufolge so unbeliebt wie seit 1977 kein anderer Präsident mehr bei Amtsantritt. Seine Zustimmungswerte liegen bei lediglich 40 Prozent.

Trump kündigte einen radikalen politischen Kurswechsel an. In seiner Antrittsrede am Freitag sagte der 70-Jährige Milliardär dem politischen "Establishment" in Washington den Kampf an. Trump grenzte sich in seiner Rede massiv von der Politik seines Vorgängers Barack Obama ab.


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Die "Vergessenen" in den USA würden nicht länger vergessen werden. Er kündigte eine Politik des Schutzes eigener Wirtschaftsinteressen an. "Von jetzt an wird eine neue Vision dieses Land regieren. Von diesem Tag an heißt es: Amerika zuerst, Amerika zuerst." Trump sagte, er werde jede seiner Entscheidungen ganz und gar an amerikanischen Interessen ausrichten.

Schwur auf zwei Bibeln

Der Oberste Verfassungsrichter der USA, John Roberts, hatte dem umstrittenen Republikaner auf den Stufen des Kapitols in der US-Hauptstadt Washington den Amtseid abgenommen. Trump schwor auf zwei Bibeln: auf seine eigene und auf die des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln. Trump löst den Demokraten Obama ab, den ersten schwarzen Präsidenten der USA. Er war acht Jahre lang im Amt.

In seiner von starkem Pathos geprägten Antrittsrede kündigte der neue US-Präsident ein hartes Vorgehen gegen Extremisten an. Man werde den radikal-islamischen Terrorismus vom Antlitz der Erde verschwinden lassen. Trump hatte sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, die Zuwanderung aus überwiegend muslimisch geprägten Ländern einzuschränken. Zeitweise sprach er sogar von einem kompletten Einreisebann für Muslime. Sein künftiger nationaler Sicherheitsberater Michael Flynn sieht die USA in einem Krieg mit dem radikal-islamischen Terrorismus.

"Machtübergabe an das Volk"

Trump kündigte außerdem einschneidende Veränderungen in Washington an. Zu lange hätten Politiker profitiert und das Establishment, aber nicht die einfachen Leute, die ihre Arbeit verloren hätten. "Wir übergeben die Macht von Washington DC zurück an Euch, das Volk." Er fuhr fort: "Das ist Euer Moment, das ist Euer Tag. Die USA sind Euer Land." Dieser 20. Jänner werde in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem das Volk die Macht zurückerhalte. Die Zeit leeren Geredes sei vorbei. "Nun ist die Stunde des Handelns gekommen."