Washington. US-Präsident Donald Trump hat den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko angeordnet. Trump unterzeichnete am Mittwoch in Washington ein Dekret, mit dem das Mammutprojekt auf den Weg gebracht wird. Durch den Grenzwall sollen die illegale Einwanderung und der Drogenhandel eingedämmt werden.

Der Bau der Mauer an der 3.200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko war eines von Trumps zentralen Wahlkampfversprechen. In einem Interview des Fernsehsenders ABC News sagte der Präsident, der Mauerbau solle bereits innerhalb der nächsten Monate beginnen.


Die Milliardenkosten für den Grenzwall sollen nach Trumps Willen von Mexiko übernommen werden. Die dortige Regierung sperrt sich jedoch dagegen. Deswegen sollen die Gelder aus der US-Staatskasse vorgeschossen werden.

Trump beteuerte gleichwohl in dem TV-Interview, Mexiko werde zu "100 Prozent" für die Kosten aufkommen. Die Form der mexikanischen Zahlung könne aber "vielleicht kompliziert" sein.

Werden uns die Kontrolle über unsere Grenzen zurückholen

Donald Trump hat sein Versprechen bekräftigt, die Grenzen der Vereinigten Staaten besser zu schützen. "Ein Staat ohne Grenzen ist kein Staat", sagte er am Mittwoch bei einem Besuch des Heimatschutzministeriums in Washington. Er werde sicherstellen, dass die Vereinigten Staaten sich die Kontrolle über die Grenzen zurückholten.

So werde man Tausende Leben retten, Millionen von Jobs zurückbringen und Milliarden US-Dollar sparen. Trump hatte zuvor einen Erlass unterzeichnet, mit dem der hochumstrittene Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko in die Wege geleitet werden soll.

Der Präsident will zudem Städten, die illegale Einwanderer vor der Abschiebung schützen, den Geldhahn zudrehen. Das Heimatschutzministerium soll prüfen, auf welche Weise ihnen Bundesmittel entzogen werden können. Zu diesen sogenannten Zufluchtsstädten zählen etwa Los Angeles, New York, Miami und San Francisco. Ihre Verwaltungen gehen nicht gegen Einwanderer ohne Papiere vor.

Trump erwägt offensichtlich Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus Syrien
US-Präsident Donald Trump erwägt offensichtlich einen Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus Syrien. Das geht aus einem Entwurf für einen Erlass hervor, den die "New York Times" am Mittwoch veröffentlichte. Demnach würden die USA so lange keine Menschen aus dem Bürgerkriegsland aufnehmen, bis die Sicherheitsüberprüfungen verschärft wurden.

Auch das gesamte Flüchtlingsprogramm würde für 120 Tage ausgesetzt werden. Der Entwurf sieht zudem vor, dass Bürger aus sieben mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern vorübergehend keine Visa für die USA erteilt bekommen. Betroffen wären neben Syrien auch der Irak, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und der Jemen. Das Außen-sowie das Verteidigungsministerium müssten nach dieser der Vorlage innerhalb von 90 Tagen einen Plan zur Schaffung von Sicherheitsbereichen in Syrien und der Region vorlegen.

Es war zunächst unklar, in welchem Stadium die Pläne sind. US-Medien spekulierten darüber, dass Trump den Erlass schon am Donnerstag unterzeichnen könnte.

 Trump fordert mehr Einsatz gegen Kriminalität in Chicago

 US-Präsident Donald Trump hat mehr Einsatz gegen die zunehmende Kriminalität in Chicago gefordert. In einem Tweet vom Mittwoch hieß es, wenn die kommunalen Behörden der Großstadt das andauernde "Blutbad" nicht stoppten, werde er die Bundespolizei FBI in den Einsatz schicken. Eine ähnliche Drohung hatte er bereits vor einigen Wochen ausgesprochen, bevor er vereidigt wurde.

Chicago kämpft mit einem großen Gewaltproblem. Laut Trump gab es dort im laufenden Jahr bereits 228 Schießereien mit 42 Toten. Auch im vergangenen Jahr hatte es in Chicago täglich zwei Morde gegeben. Höher war die Mordrate zuletzt vor 19 Jahren.