Wien. Zehntausende Österreicher sind von dem US-Einreisestopp für Staatsbürger von sieben muslimischen Staaten betroffen. Allein die Zahl der iranischstämmigen Personen werde auf 30.000 bis 35.000 geschätzt, sagte Außenamtssprecher Thomas Schnöll am Sonntag auf Anfrage. Man könne "davon ausgehen, dass praktisch alle auch die iranische Staatsbürgerschaft haben, weil sie diese nicht verlieren".

Diese Personen könnten zwar versuchen, bei der Einreise in die USA ihren österreichischen Pass vorzuweisen. "Wie die USA damit umgehen, können wir nicht einschätzen", räumte Schnöll ein.

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Schon bisher wurden Österreicher, die auch die Staatsangehörigkeit des Irak, des Iran, des Sudan oder Syriens besitzen, bei der Einreise in die USA diskriminiert. Sie konnten laut einer schon unter US-Präsident Barack Obama erlassenen Regelung nicht vom visafreien Reisen unter dem ESTA-System profitieren, sondern mussten formell einen Sichtvermerk beantragen.