Washington. US-Präsident Donald Trump will bald über einen Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen entscheiden. Er wolle dies in etwa zwei Wochen klären, sagte Trump am Donnerstag in einem Reuters-Interview. Er bekräftigte den Vorwurf, dass die Vereinigten Staaten in dem Abkommen ungerecht behandelt würden. Länder wie China, Indien und Russland müssten viel weniger zahlen, um die armen Länder im Kampf gegen den Klimawandel zu unterstützen. "Es ist keine faire Situation, denn sie zahlen fast nichts und wir zahlen eine Menge Geld."

Trump hatte im Wahlkampf einen Ausstieg aus dem Abkommen angekündigt, das von seinem Vorgänger Barack Obama vorangetrieben worden war. Er kritisiert, dass es der US-Wirtschaft schade. Zuletzt hatte er sich allerdings offen gezeigt, an dem Abkommen festzuhalten, falls die USA bessere Bedingungen erhielten.

Warnung vor Eskalation im Nordkorea-Konflikt

Trump hat vor einer Eskalation im Nordkorea-Konflikt gewarnt. "Am liebsten würden wir diese Dinge diplomatisch lösen, aber das ist sehr schwierig", sagte Trump der Nachrichtenagentur Reuters. "Es besteht die Möglichkeit, dass wir am Ende einen großen, großen Konflikt mit Nordkorea haben. Absolut".

Zugleich lobte Trump die Hilfe des chinesischen Präsidenten Xi Jinping, bei den Bemühungen die Führung in Pjöngjang zum Einlenken im Konflikt um ihr Atom- und Raketenprogramm zu bewegen. "Ich denke, er bemüht sich sehr stark." Xi wolle sicherlich nicht, dass es zu einer Eskalation und Toten komme. Den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un könne er nur schwer einschätzen. Er hoffe, dass Kim ein vernünftiger Mensch sei.

Der Konflikt hat sich zuletzt immer weiter verschärft. Trump kündigte ein härteres Vorgehen gegen Nordkorea als seine Vorgänger an und schloss einen Militärschlag nicht aus. Trotz internationaler Kritik und verschärften UN-Sanktionen treibt Nordkorea sein Atom-und Raketenprogramm voran.

China droht mit Sanktionen

China hat Nordkorea nach Darstellung von US-Außenminister Rex Tillerson mit Sanktionen gedroht, sollte das Land einen weiteren Atomtest unternehmen. Das habe die chinesische Regierung gegenüber den USA bestätigt, sagte Tillerson am Donnerstagabend (Ortszeit) in einem Interview des Senders Fox News.

Er wertete das als Beleg dafür, dass Peking bereit sei, mit der amerikanischen Regierung zusammenzuarbeiten, um den Druck auf das isolierte kommunistische Land zu erhöhen.