Präsident Trump ignoriert den Klimawandel, den die NASA dokumentiert hat.  - © NASA
Präsident Trump ignoriert den Klimawandel, den die NASA dokumentiert hat.  - © NASA

Die USA steigen aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aus. Das verkündete Präsident Donald Trump um 15.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) in einer Rede im Weißen Haus .

"Ab heute werden die USA jegliche Umsetzung der nicht bindenden Teile des Abkommens beenden", sagte Trump in seiner Ansprache. Man kann daher davon ausgehen, dass Washington die Vier-Jahres-Frist für den Ausstieg wahrnehmen werde.

Er bezeichnete das Klimaschutzabkommen als nachteilig für die USA und führte 2,1 Millionen verlorene Jobs darauf zurück. Es werde Verhandlungen geben, um zu einer Übereinkunft zu kommen, die "fair dem amerikanischen Volk gegenüber" sei. Sollte man keine Abmachung erreichen, die fair ist, "ist es auch in Ordnung",sagte der Präsident.

Trump behauptet, dass die Welt den USA Böses will. - © White House
Trump behauptet, dass die Welt den USA Böses will. - © White House

Die bestehende Regelungen sind laut Trump im Interesse Chinas und Indiens und würden "den großen Reichtum unserer Nation" wegnehmen und "an andere Länder verteilen". Er nannte einen Verlust von 7.000 Dollar für jeden Haushalt durch das Abkommen und kam immer wieder auf die amerikanischen Arbeiter zu sprechen, die unter den Bestimmungen leiden würden.

Trump betonte, dass die USA unter seiner Verwaltung das "sauberste und umweltfreundlichste Land der Welt bleiben werden."

Als Mantra seiner Rede diente Trump der Slogan "America first". Milliarden, die in den USA dringend benötigt werden, würden an Länder gehen, die die US-Wirtschaft zugrunde gerichtet haben.

Zusammenfassend nannte er neben wirtschaftlichen Nachteilen, rechtliche Risiken und einen Verlust der Unabhängigkeit.

Deutsches Bedauern

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nahm unmittelbar nach Trumps Rede Stellung: "Ich bedauere die Entscheidung des US-Präsidenten", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Donnerstagabend im Namen der Kanzlerin via Twitter mit. "Weiter alle Kraft für globale Klimapolitik, die unsere Erde bewahrt."

Russland und China wollen ihren Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel nachkommen, verlautbarten offizielle Stellen .  Frankreich will seine Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel erhöhen, kündigt Umweltminister Nicolas Hulot an.