Von den sechs geprüften österreichischen Banken werden fünf den Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB) bestehen, die Volksbanken AG fällt durch. Das macht allerdings nichts, da deren "Abwicklung" immerhin beschlossen worden ist. Erste, Bawag, Raiffeisen Zentralbank sowie die Raiffeisen Landesbanken Wien-Niederösterreich und Oberösterreich werden wohl bestehen. Die Bank Austria wurde ebenfalls geprüft, allerdings über ihre italienische Mutter Unicredit.

130 Großbanken werden am Donnerstag um 12 Uhr die von der EZB vergebenen Noten zu ihrer Kapitalausstattung erhalten. Etwa eine Handvoll Institute gelten als Wackelkandidaten, darunter die HSH Nordbank (Deutschland), Belfius (Belgien) und die Monte dei Paschi (Italien).

Insgesamt dürfte der Test aber positiv ausfallen, Bankaktien waren schon am Dienstag überaus gefragt. Die Banken haben bis Samstag Zeit, die Ergebnisse zu analysieren. Am Sonntag, ebenfalls um 12 Uhr, werden diese dann von der EZB veröffentlicht.

Aus dem Schneider sind Europas Banken dann allerdings noch nicht. Der Internationale Währungsfonds hat bei vielen von ihnen Defizite im Geschäftsmodell festgestellt. Dazu steigen auch im Bankwesen die Kapitalanforderungen immer stärker, große Wirtschaftstreuhänder schätzen den Kapitalbedarf in den kommenden Jahren auf bis zu 300 Milliarden Euro. Eine Folge wird zudem sein, dass die Banken ihre Beschäftigtenzahl signifikant reduzieren werden.