Wien/Frankfurt.  Dass die Volksbanken AG (ÖVAG) den Banken-Stresstest der EZB nicht bestehen würde, war seit langem klar. Dem Test lagen allerding ohnehin nur theoretische Annahmen zugrunde. Für die ÖVAG wurde im Szenario bis 2016 ein Kapitalloch von knapp 865 Millionen Euro errechnet. Dieser Wert ist jedoch fiktiv: Denn wie jüngst berichtet wird die ÖVAG abgewickelt. Dazu muss die Bank der EZB nun binnen zwei Wochen einen detaillierten Plan vorlegen.

Die teilstaatliche ÖVAG (an ihr hält der Bund 43,3 Prozent) braucht aus dem Titel Stresstest somit keine neue Staatshilfe mehr. Ob der gesamte Abbau der Problembank ohne weitere staatliche Finanzhilfen abgeht, ist aber offen. Die mehr als 1,3 Milliarden Euro Staatsgelder, die jetzt schon in der Bank stecken, sind jedenfalls weg. Die Zerschlagung der ÖVAG ist beschlossen.

Der "gute" Teil geht in den nächsten Monaten auf eine große Volksbank (bisheriger Plan: Volksbank Wien-Baden) über. Die Rest-ÖVAG wird zur "Bad Bank". An ihr bleibt der Steuerzahler beteiligt. Dazu gibt die Bank im ersten Halbjahr 2015 ihre Banklizenz zurück. Danach muss sie keinen Banken-Mindestkapitalvorgaben mehr folgen und wird damit auch keinem Stresstest mehr unterliegen.