Die von George Clooney initiierte Satellitenüberwachung hat nach Angaben des Hollywood-Stars Kriegsverbrechen im Sudan dokumentiert. In der Krisenregion Abyei seien schwere Verstöße gegen die Genfer Konvention erfasst worden, von denen einige als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden müssten, sagte Clooney am Sonntag. Der Schauspieler sprach von staatlich gelenkten Vertreibungen und "ethnischen Säuberungen" durch die Regierung des Nordens.

Der Streit um Abyei hat zu einer schweren Krise zwischen Nord- und Südsudan geführt, nordsudanesische Truppen hatten die ölreiche Grenzregion vor einer Woche besetzt. "Wir haben unwiderlegbare Beweise für Khartums Kriegsverbrechen in Abyei", sagte Clooney. "Wir haben dokumentiert, wie sudanesische Truppen plündernd und zerstörend durch die Stadt ziehen. Das ist Teil ihres Plans, die Unabhängigkeit des Südens zu torpedieren."


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Clooney hatte Ende 2010 die UN-Agentur UNOSAT, Google und Harvard-Experten dazu gebracht, den Sudan mit Satellitenbildern aus 500 Kilometern Höhe zu überwachen.