In den letzten Monaten ist er öfter mit dem Taxi und dem Rad an "La Bonne Bière" vorbeigefahren. Die Bar hat seit Anfang Dezember 2015 wieder geöffnet. Einmal stand er kurz davor hineinzugehen. "Doch ich konnte nicht. In meinem Körper hat sich etwas dagegen gesperrt", erzählt er.

Eine Frage beschäftigt den 58-Jährigen seit den Anschlägen besonders: "Warum bringt Frankreich so viele Dschihadisten hervor?" Für ihn steht fest: "Wir sind für dieses Problem mitverantwortlich. Viele Menschen erfahren hier soziale Ausgrenzung. Es gibt keine Chancengleichheit."

Mit seiner neuen Stelle, die er am 14. November antreten wird, will Triomphe dieser Entwicklung entgegenwirken. Für das Ministerium für Jugend und Sport wird er in einem kleinen Team an einer Reform des "service civique" – Frankreichs freiwilligem Zivildienst – arbeiten. "So will ich jungen Menschen die Möglichkeit geben, etwas zum Gemeinwohl beizutragen. Sie sollen sich ausprobieren und ihre Berufswünsche verwirklichen können", hofft er.

Der neue Job hat für Triomphe einen zusätzlichen Bonus: Er kann ihn von Marseille aus ausüben. In der französischen Hauptstadt will er seine Zelte abbrechen. "Aber ich verlasse Paris nicht, weil ich mich hier nicht mehr sicher fühle", betont er. Dieses Kapitel sei für ihn einfach abgeschlossen.