Das Polarlicht als Überraschungsgast über Wien. - © Pinter
Das Polarlicht als Überraschungsgast über Wien. - © Pinter

Die Internationale Raumstation ISS zieht in knapp 400 km Höhe dahin. Sie schaut auf die grüneAurora herab und schießt mitunter durch Ausläufer der roten hindurch. Manche Astronauten hatten das Gefühl, das Polarlicht fast berühren zu können. Andere wähnten sich "wie in einer Leuchtreklame".

Magnetsturm im Netz

Eine ganze Armada von Satelliten studiert die im Detail äußerst verzwickten Vorgänge in der Magnetosphäre. Bis 2008 hielt ein Nasa-Späher namens "Polar" die Nord und Südlichter gleichzeitig fest. Seine Aufnahmen bestätigten einmal mehr die Existenz von zwei breiten Lichtringen, die sich um die irdischen Magnetpole legen; Österreich trennen grob 2000 km von dem nördlichen Lichtwulst. Nach starken Sonnenstürmen leuchten beide Ringe aber hell auf und schwellen an. Der Rand des nördlichen Gebildes dringt dann gegen Mitteleuropa vor; im Extremfall weit genug, um auch uns einen Blick auf die Aurora borealis zu gestatten.

Artikel erschienen am 21. Dezember 2012 in: "Wiener Zeitung", Beilage "Wiener Journal", S. 7-12.