Unterschiedlicher könnten Meinungen nicht sein. Gehen oder bleiben?

Dossier
Brexit

Die Briten haben für einen Brexit gestimmt: 52 Prozent sprachen sich für einen Austritt aus der EU aus, 48 Prozent für einen Verbleib. Somit ist Großbritannien das erste Land, das die Union verlässt.

Die britische Premierministerin Theresa May hat am Freitagnachmittag mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk telefoniert. Hier ein Archivbild May mit Tusk.  - © APAweb/AFP, Emmanuel Dunand

Diplomatie

Juncker und Tusk sprachen mit May über Brexit

  • Die britische Premierministerin will am Montag Plan B vorlegen.

Brüssel. Im Brexit-Streit hat die britische Premierministerin Theresa May am Freitagnachmittag mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk telefoniert. Ergebnisse blieben zunächst offen. Ein Sprecher Junckers erklärte nur: "Es war ein Austausch von Informationen beider Seiten... weiter




Am 29. März soll Großbritannien eigentlich die EU verlassen - und damit auch das EU-Parlament. - © APAweb, afp, Frederick Florin

EU-Wahlen

Ein ungeliebtes Szenario für die EU-Wahl4

  • Sollte der Brexit verschoben werden, könnte das Folgen für die Sitzverteilung im EU-Parlament haben.

Brüssel/Straßburg/London. 71 Tage noch. So lange ist Großbritannien noch Mitglied der Europäischen Union. Oder vielleicht doch länger? Ist das Austrittsdatum 29. März doch nicht so unverrückbar, wie es lange schien und worauf die britische Premierministerin Theresa May in regelmäßigen Abständen beharrte? Wird der Brexit also verschoben... weiter




Jeremy Corbyn, als Labour-Chef der Kopf der größten Oppositionspartei des Landes, ist bei den Gesprächen mit May nicht dabei. - © APAweb, afp, Ben Stansall

Brexit

Gefährlicher Stillstand in Westminster4

  • Jeremy Corbyn boykottiert Gespräche Mays mit Abgeordneten. Die Brexit-Position von Labour ist immer noch unklar.

London/Wien. Die Misstrauensabstimmung in Westminster hat Theresa May überstanden. Etwas geändert oder die Premierministerin gar gestärkt hat das aber nicht. Nur zehn Wochen vor dem geplanten EU-Austritt am 29. März herrscht in London immer noch gefährlicher Stillstand. Bis Montag muss die Tory-Chefin dem Parlament ihren Plan B präsentieren... weiter




Die britische Premierministerin Theresa May gibt eine Stellungnahme ab, vor ihrer Haustür in der Downing Street in London. - © APAweb, Reuters, Clodagh Kilcoyne

Großbritannnien

May fordert einen nationalen Schulterschluss8

  • 19 Stimmen retteten die Premierministerin beim Misstrauensvotum.
  • Schotten und Waliser reden von neuem Referendum.

Theresa May hat in der Nacht auf Donnerstag an britische Abgeordnete der Opposition appelliert, das Eigeninteresse zur Seite zu schieben und "konstruktiv zusammenzuarbeiten". Sie traf sich dafür mit Vertretern der Liberaldemokraten, der Scottish National Party (SNP) und der walisischen Sozialdemokraten Plaid Cymru... weiter




"In der EU gibt es keine innenpolitischen Motive", sagt Schusterschitz. - © afp/Paul EllisInterview

Gregor Schusterschitz

"Der Brexit-Deal ist nicht tot"17

  • Brexit-Verhandler Gregor Schusterschitz kritisiert den Zwist in London und hofft auf eine Lösung in letzter Minute.

"Wiener Zeitung": Bei der Abstimmung über ihr Brexit-Abkommen im britischen Unterhaus hat Theresa May eine totale Niederlage eingefahren. Bis Montag muss die Premierministerin einen Plan B vorlegen. Wie könnte der aussehen? Gregor Schusterschitz: Die Abgeordneten haben aus unterschiedlichen Gründen gegen das Abkommen gestimmt... weiter




Premierministern Theresa May muss sich am Mittwoch einem Misstrauensvotum stellen. - © APAweb, Reuters TVGrafik + Video

Brexit

Historische Schlappe für May25

  • Eine große Mehrheit der britischen Abgeordneten stimmte gegen den Vertrag zum Austritt Großbritanniens aus der EU. Am Mittwoch muss sich Theresa May einem Misstrauensvotum stellen.

London/Wien. Es ist die schwerste Niederlage für eine britische Regierung in der jüngeren Geschichte des Landes und das erste Mal seit 1864, dass das Parlament ein Abkommen der Regierung zu Fall bringt: Am Dienstagabend stimmte das Unterhaus mit 432 Stimmen gegen den EU-Austrittsvertrag, den Premierministerin Theresa May mit der EU verhandelt hat... weiter




Siobhan Geets ist Redakteurin im Europa-Ressort der "Wiener Zeitung". - © Luiza PuiuAnalyse

Brexit

Eine Geschichte des Versagens20

  • Sosehr sich Westminster gegen einen No-Deal-Brexit sträubt: Er wird kommen, wenn sich keine Mehrheit für eine Alternative findet.

Theresa May ist es gewohnt. Die britische Premierministerin ist geübt im Umgang mit Niederlagen – und die Ablehnung ihres Brexit-Abkommens im Parlament ist lediglich die letzte in einer langen Reihe von "devastating defeats", wie die Briten das nennen. Eine Geschichte des Versagens ist auch die Geschichte des Brexit an sich... weiter




David Davis, Michael Gove, Boris Johnson und Theresa May als Monster: Protest von Brexit-Gegnern in London. - © afp/D. Leal-Olivas

Großbritannien

Notfallplan nicht nur in Wien19

  • Österreichs Regierung und andere EU-Staaten haben Abfederungen für Betroffene eines No-Deal-Szenarios vorbereitet.

London/Wien. Der No-Deal-Brexit, also der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs ohne Abkommen mit Brüssel, hängt wie ein Damoklesschwert über der Insel. Während Premierministerin Theresa May vor einem Auseinanderbrechen des Königreichs im Falle eines Austritts ohne Deal warnt, laufen die Vorbereitungen auf dieses Worst-Case-Szenario in Europa auf... weiter




"Wir sind raus", frohlockte manche Zeitung am 24. Juni 2016, am Tag nach dem Brexit-Votum. - © afp

Brexit

Die Briten und der blau-weiß-rote Falter7

  • Was ist aus dem Traum der Brexit-Wähler vom Sommer 2016 geworden?

London. In der Woche vor dem Brexit-Referendum, im Juni 2016, erschien die britische Zeitschrift "Spectator" mit einem Schmetterling auf der Titelseite. Das Insekt entfaltete seine Flügel in den Farben des Union Jack, in Blau-Weiß-Rot. Es erhob sich aus einem würfelähnlichen Kokon, dessen auseinanderfallende Seitenwände das Blau der EU und deren... weiter




Brexit

Corbyn fordert erneut Neuwahlen2

  • Oppositionsführer und Labour-Chef zementiert Bedingungen für Brexit-Deal.

Liverpool/London. Die britische Premierministerin Theresa May sieht sich im Tauziehen um den Brexit mit einer offenen Neuwahlforderung der oppositionellen Labour Party konfrontiert. "Die beste Art, das zu regeln, sind vorgezogene Neuwahlen", sagte Labour-Chef Jeremy Corbyn am Samstagabend vor Anhängern in Liverpool... weiter




zurück zu Dossiers


EU-Großbritannien

Eine schwierige Beziehung

Premier Edward Heath unterschreibt am 22. Jänner 1972 den EG-Beitrittsvertrag in Brüssel. - © getty images Brüssel/London. (red) Nichts weniger als "eine Art Vereinigter Staaten von Europa" entwarf der Visionär Winston Churchill in einer Rede 1946 an der... weiter




Finanzbranche

Brexit-Abstimmung sorgt für Verunsicherung an den Börsen

London/Frankfurt. Die Unsicherheit vor der Brexit-Abstimmung hat am Montag zusammen mit schwachen Wirtschaftsdaten aus China über den Börsen in Europa... weiter




Brexit

"Schon Gedanke an weichen Brexit ist Verrat"

Brexit-Wortführer Boris Johnson warnte Premierministerin May am Freitag eindringlich davor, sich mit der Opposition auf einen Verbleib im EU-Binnenmarkt zu verständigen. - © afp Wien/London. Ratlosigkeit schlägt in Verzweiflung um, je näher der EU-Austritt Großbritanniens am 29. März rückt. Seit sich die Abgeordneten in... weiter




Brexit

Deutscher Appell an Briten zum Verbleib in der EU

London/Berlin. Deutsche Spitzenpolitiker, Topmanager und Verbandspräsidenten haben die Briten in einem Brief an die Londoner Zeitung "The Times" zum... weiter




Großbritannien

Krise als "Triumph der Demokratie"

FILES-BRITAIN-EU-BREXIT-POLITICS - © APAweb / AFP, Scott Heppell Wien/London. Der frühere britische Außenminister und langjährige Parlamentarier Malcolm Rifkind sieht die politischen Vorgänge rund um den Brexit in... weiter




Brexit

Auf der Suche nach neuen Optionen

Brüssel/Berlin/Paris/Wien. Es ist wie ein Mantra, das aus den EU-Hauptstädten und -Institutionen in den vergangenen Wochen ständig kommt... weiter




Brexit

Chaos in London lässt Devisenmarkt kalt

- © M. Hirsch London/Brüssel/Berlin/Wien. Die Nervosität ist ungleich verteilt. Während die Brexit-Abstimmungen in London die Sorgen in großen Teilen der Wirtschaft... weiter




Brexit

Welche Optionen bleiben jetzt noch?

London. All das Für und Wider, all die Warnungen vor Chaos und Absturz, all die Appelle an die Vernunft - es hat alles nichts genützt... weiter




Brexit

Schottland fordert eine neue Volksabstimmung

Nicola Sturgeon - © Scottish Government Straßburg. Nach Theresa Mays schwerer Niederlage im britischen Parlament fordert die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon eine neue... weiter




Historie

Kein "Arthur" in Sicht?

20190115brexit2 - © APAweb, afp, Oli Scarff Großbritannien macht dieser Tage eine Verfassungskrise durch, ein Kräftemessen zwischen der "mother of parliaments" und der zentralistisch regierenden... weiter




Theresa May

"Zombie-Premierministerin" in Sackgasse

Theresa Mays Gesicht spricht Bände: Gerade hat sie die Vertrauensabstimmung gewonnen - und die Rede des Oppositionsführers Jeremy Corbyn, der wieder auf Neuwahlen drängt, wird gerade mit lauten Buh-Rufen unterbrochen. - © reuters London. Sie hat gekämpft und gekämpft, ist nach jedem Rückschlag wieder aufgestanden und steckt nun in einer Sackgasse: Nachdem das britische... weiter





Werbung