Israel soll 2024 über 800.000 $ für ESC-Marketing ausgegeben haben.
Eine kürzlich erschienene Recherche der New York Times soll zeigen, dass die israelische Regierung alleine 2024 in Malmö über 800.000 Dollar für Eurovision-Marketing ausgegeben haben soll. Laut der Recherche finanziert aus dem Außenministerium und Netanyahus „Hasbara"-Büro für Auslandspropaganda. 2025 rief Netanyahu persönlich dazu auf, bis zu 20 Mal für Israel zu voten. Israel gewann den Public Vote, die Expert:innen-Jury sah den Song nur auf Platz 15. Eine Analyse geheimer Abstimmungsdaten soll zeigen: In manchen Ländern hätten bereits wenige hundert koordiniert abstimmende Personen das Ergebnis kippen können. Das Vorgehen war nicht illegal. Zum Zeitpunkt der Kampagne gab es keine explizite Regel gegen Regierungswerbung. Die Times ersuchte Netanyahus Büro um Stellungnahme – es kam keine Antwort zurück. Heute findet das erste Halbfinale in Wien statt, an dem auch Israel teilnimmt. Fünf Länder boykottieren den diesjährigen ESC: Irland, Island, die Niederlande, Slowenien und Spanien. Dort wird argumentiert, "kriegsführende" Länder sollten ausgeschlossen werden, wozu neben Russland derzeit auch Israel zähle. In Wien sind für die gesamte Woche mehrere Proteste angekündigt.