Dossier

Das digitale Ich



Die Digitalisierung ist dabei, in alle Lebensbereiche vorzudringen. Sie prägt mittlerweile auch unsere Identität. Das digitale Ich, das sich aus Profilen auf Sozialen Medien, Einkäufen im Netz und dem ganz normalen Surfverhalten zusammensetzt, ist längst ein integraler Teil von Persönlichkeit geworden - ein idealisierter wie heftig kritisierter.

Ob dieses digitale Ich bloß ein virtueller Zwilling des analogen ist, wie sehr es unsere Lebenswirklichkeit verändert und wie sich die aktuellen Verschiebungen auf künftige Generationen auswirken werden: All das lässt sich aus heutiger Sicht nur in Annäherungen beantworten. Denn die neuen gesellschaftlichen Spielregeln, die die digitale Welt künftig prägen werden, bilden sich gerade erst heraus.



- © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: unsplash, cc, adobe stock

Kinder

Das digitale Kleinkind25

  • Schon 18 Monate alte Kinder schauen Filme auf Youtube. Das könnte noch weitreichende Folgen haben.

Wien. Mit Kindern etwas zu erleben, war gestern. Heute steht der Fokus eher auf Ruhigstellen, um die eigenen Bedürfnisse als Erwachsene in aller Ruhe befriedigen beziehungsweise Termine unbeschwert wahrnehmen zu können. So sieht es zumindest aus, wenn man einen Blick zum Beispiel in Arztpraxen... weiter




- © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: unsplash, cc, adobe stock

Das digitale Ich

Reisen mit Instagram-Hotspots-Listen4

  • Die Foto-App Instagram beeinflusst unser Reiseverhalten maßgeblich und ist für den Tourismus unentbehrlich geworden.

Selfie, Selfie, Karlskirche bei Nacht, einsamer #Traveler auf Justizpalasttreppe, Selfie, Sachertorte - unter Hashtags wie #Vienna finden sich auf Instagram abertausende Schnappschüsse sowohl von den Hauptattraktionen bestimmter Reisedestinationen als auch von kleineren Sehenswürdigkeiten abseits der Trampelpfade... weiter




- © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: adobe stockInterview

Digitales Ich

Mit Facebook im Bett16

  • Der englische Medienwissenschafter Marcus Gilroy-Ware im Interview über den Reiz von Sozialen Medien.

Es ist wohl kaum Zufall, dass Marc Zuckerberg nicht nur Informatik, sondern auch Psychologie studiert hat. Denn es sind grundlegende psychologische Mechanismen, die weltweit Milliarden Menschen dazu bringen, ihre Zeit den Sozialen Plattformen zu schenken. Selbst beim Sex. So gaben in einer 2016 durchgeführten Studie ein Zehntel der Befragten an... weiter




- © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: unsplash, adobe stockInterview

Digitales Ich

"In der Figur stecken immer Sehnsüchte"7

  • Der Computerspielforscher Martin Geisler erklärt, wie der Spieler mit seinem Avatar verbunden ist.

Wien. Alles ist möglich. Ob Schurke oder Held, Elfe oder Ork, Heiler oder Krieger: In Computer-Rollenspielen kann der Spieler in unzählige Rollen schlüpfen. Er entscheidet, wie muskulös, attraktiv und gewieft sein Avatar ist. Doch nicht nur das Aussehen der Figur ist formbar. In vielen Titeln kann er mit seinen Handlungen auch die Spielwelt und den... weiter




20190206Ich - © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: adobe stock

Daten-Ökonomie

Gefräßige Datenkraken8

  • Wie Google, Apple, Facebook & Co die Wirtschaft umgeformt haben und den Alltag der Menschen durchdringen.

Wien. Nur zehn Jahre haben die Technologiekonzerne benötigt, um die Liste der weltweit wertvollsten Unternehmen zu dominieren. Ende 2008 rangierte lediglich ein Tech-Vertreter unter den ersten zehn. Sieben von zehn waren es am Ende des vorigen Jahres. An der Spitze lag Microsoft, dicht gefolgt von Apple, Amazon und Googles Mutter Alphabet... weiter




- © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: adobe stock

Das digitale Ich

Unsoziale Medien20

  • Warum aus den Verheißungen der schönen neuen Welt des Cyberspace nichts geworden ist - eine Klagsschrift.

Wien. "Multimedia": Dieser Begriff war 1995 zum "Wort des Jahres" erkoren worden. Weitere Schlagworte dieses Jahres: Cyberspace und Internet. In diesem Jahr, 1995, fand auch die 1993 gegründete "Global Village"-Konferenz erstmals im Wiener Rathaus statt. Stadtentwickler, Architekten, Raumplaner und Informatiker träumten bei der "Global... weiter




Viktoria und Sarina, Bloggerinnen aus Österreich mit 1,5 Millionen Fans. - © WZ-Illustration: Irma Tulek; Quelle: viktoriasarina, adobe stock

Influencer

Bloggen zwischen Beauty-Tipp und Prank2

  • Auf Youtube und Instagram lässt sich mit Clips viel Geld verdienen. Influencer: Traumjob oder Alptraum?

"Hallo, ihr Lieben! Heute machen wir Cornflakes und Schleim. Ich bin mega aufgeregt." Derart episch hebt eines der zahllosen YouTube-Videos von Viktoria und Sarina an. Viktoria hat schulterlanges, rosa gefärbtes Haar, die dunkelhaarige Sarina ist wie eine Barbie-Puppe geschminkt. Eine Szene in Plüsch und Pastell... weiter




- © WZ-Collagen: Irma Tulek; Quelle: Christian Georgescu, adobe stock

Digitaler Unterricht

Die Letzten werden die Ersten sein52

  • Das digitale Zeitalter an Wiens Schulen wird an zwei Brennpunktschulen eingeläutet. Heute noch Versuchskaninchen, könnten die Schüler aber bald die großen Gewinner sein.

Der Gedanke daran erfüllt viele Eltern mit Schrecken. Was würde wohl die Familie sagen, was würden wohl Freunde von einem denken? Als Vater und Mutter hätte man jedenfalls versagt, wenn der Sprössling nicht den Sprung schaffen würde, das Volksschulzeugnis zu schlecht ausfällt, um in einem Gymnasium aufgenommen zu werden... weiter




- © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: unsplash, adobe stock

digitaler Nachlass

Letzte Ruhe im Netz14

  • Kaum jemand denkt zu Lebzeiten darüber nach, was im Falle seines Ablebens mit seinen Daten im Internet passieren soll.

Wien. Täglich sterben in Österreich circa 220 Menschen. Angesichts der Tatsache, dass bereits jeder zweite Österreicher bei Facebook, Instagram oder Twitter angemeldet ist, kann man davon ausgehen, dass damit Tag für Tag etliche Social-Media-Konten verwaisen. Die wenigsten User haben sich zu Lebzeiten Gedanken über ihren digitalen Nachlass gemacht... weiter




- © WZ-Collage: Irma Tulek; Quelle: adobe stock, unsplash

Anonymität im Netz

Das anonyme Ich11

  • Anonymität im Netz wird sowohl als zu bannende Gefahr als auch als zu verteidigendes Grundrecht betrachtet.

Sehnsucht nach Sicherheit auf der einen und nach Freiheit auf der anderen Seite - auf diese Grundformel läuft die Debatte hinaus. Dass beides jedoch keine fixen Größen sind, wird dabei oft übersehen. Sowohl absolute, garantierte Sicherheit als auch ebenso absolute Freiheit sind im Zusammenleben von Menschen nicht zu garantieren... weiter




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