• vom 12.03.2018, 06:00 Uhr

100 Jahre Republik - Chronik


12.3.1935

Letzte Klappe für Joseph Delmont




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Letzte Klappe für Joseph Delmont

Letzte Klappe für Joseph Delmont© APAweb / Austrian Archives (S) / Imagno / picturedesk.com Letzte Klappe für Joseph Delmont© APAweb / Austrian Archives (S) / Imagno / picturedesk.com

Joseph Delmont hatte bereits ein abenteuerliches Leben hinter sich, als er 1903 zum Film kam. Als eines von 16 Kindern wurde er 1873 geboren. Mit acht Jahren trat er einem internationalen Wanderzirkus bei. Schon bald entdeckte er sein Talent für Tiere. Zuerst arbeitete er als Dompteur, später dann auch als Tierfänger und -händler. Er bereiste mit dem Zirkus zahlreiche Länder auf der ganzen Welt, bis er 1901 in den USA sesshaft wurde.

Nach einer Vorführung des damals noch jungen Mediums Film war es um ihn geschehen – er begann selbst, kurze Filme zu drehen. Knapp 10 Jahre später kehrte Delmont nach Österreich zurück, wo er u.a. als Kameramann für den ältesten, heute noch erhaltenen österreichischen Film arbeitete: "Der Müller und sein Kind". Doch Wien wurde ihm bald wieder zu eng, es zog Delmont weiter nach Berlin. Hier fand er endlich seine wahre Berufung: als Regisseur von Action-Filmen mit für die damalige Zeit außergewöhnlichen Aufnahmen von exotischen Raubtieren.

Information

In unserer Serie "100 Jahre Republik - Chronik" werden die Erinnerungen unserer Republik von 1918 bis 2018 erzählt. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.

Auch wenn Delmont seine Filmlaufbahn 1925 beendete und sich bis zu seinem Tod am 12. März 1935 auf seine schriftstellerische Karriere konzentrierte – bleibt er einer der größten österreichischen Filmpioniere.




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Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-03-09 12:58:50
Letzte Änderung am 2018-03-09 13:14:53



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