• vom 14.04.2018, 06:00 Uhr

100 Jahre Republik - Chronik


14.4.1958

Der Mord am Russendenkmal




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Der Mord am Russendenkmal

Der Mord am Russendenkmal© ÖNB / Hilscher Der Mord am Russendenkmal© ÖNB / Hilscher

Es war der bis dahin erste große öffentlich wahrgenommene Kriminalfall der Zweiten Republik – der Mord an der 21-jährigen Ilona Faber am 14. April 1958. Die Mannequin-Schülerin war von einem Unbekannten nahe des Russendenkmals am Schwarzenbergplatz in Wien sexuell missbraucht und erwürgt worden. Nur einen Tag später konnte die Wiener Polizei bereits einen Verdächtigen festnehmen.

Der Fall sorgte zum einen für Aufsehen, weil das Opfer aus "besseren Kreisen" stammte. Der Vater war ein bekannter hoher Ministerialbeamter. Zum anderen aber auch, weil das damals noch junge Medium Fernsehen zum ersten Mal ausführlich über ein Verbrechen berichtete. Im nachfolgenden Prozess im Juni 1959 kam es übrigens zu einem Freispruch des Angeklagten, da die Beweislage gegen ihn dürftig war.

Information

In unserer Serie "100 Jahre Republik - Chronik" werden die Erinnerungen unserer Republik von 1918 bis 2018 erzählt. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.

Der Fall Faber beschäftigte die Polizei auch weiterhin: Vier Jahre später wurde in der Wohnung eines verstorbenen Mannes ein Schuh der Schülerin gefunden. Und 2002 behauptete eine Wienerin, ihr mittlerweile toter Mann hätte ihr nach der Tat gestanden, Ilona Faber ermordet zu haben.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-12 10:36:10
Letzte Änderung am 2018-04-12 10:37:57



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