• vom 17.04.2018, 06:09 Uhr

100 Jahre Republik - Chronik


17.4.1940

Ein ganz süßes Paar




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Ein ganz süßes Paar

Ein ganz süßes Paar© ÖNB Ein ganz süßes Paar© ÖNB

Liebe geht durch den Magen, so sagt man. Bei Kaiser Franz Joseph I. und der Schauspielerin Katharina Schratt war es ganz sicher so. Denn jeden Morgen ließ sich der Kaiser von seiner angeblichen Geliebten einen Gugelhupf backen. Kennengelernt hatten sich die beiden 1885 beim Ball der Industriellen. Sie war 32, verheiratet und eine der beliebtesten Schauspielerinnen ihrer Zeit. Er war einsam und melancholisch. Die Beziehung zu ihr gab dem damals 55-jährigen Kaiser wieder Kraft und Lebensvermögen, heißt es.

Kaiserin Sisi blieb die Beziehung natürlich nicht verborgen. Doch sie förderte den Kontakt ihres Mannes zur Schratt sogar, um so frei zu sein und alleine reisen zu können.

Information

In unserer Serie "100 Jahre Republik - Chronik" werden die Erinnerungen unserer Republik von 1918 bis 2018 erzählt. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.

Der Kaiser überhäufte die Schauspielerin fortan mit Geschenken, kaufte ihr eine Villa nahe dem Schloss Schönbrunn und tilgte immer wieder ihre enormen Spielschulden, die sie am Roulette-Tisch machte. Nur den gewünschten Einfluss auf das Burgtheater, an dem sich Schratt mit dem Direktor verkracht hatte, verweigerte ihr der Kaiser. Nach dem Tod Franz Josephs lebte Katharina Schratt zurückgezogen in Wien. Als sie am 17. April 1940 verschied, starb sie im gleichen Alter wie der alte Kaiser.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-04-16 16:11:24
Letzte nderung am 2018-04-16 16:13:15




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