• vom 15.05.2018, 06:01 Uhr

100 Jahre Republik - Chronik


15.5.1975

"Olle ham des fade Aug"




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"Olle ham des fade Aug"

"Olle ham des fade Aug"© APAweb / PFARRHOFER Herbert / picturedesk.com "Olle ham des fade Aug"© APAweb / PFARRHOFER Herbert / picturedesk.com

Mit der Tramway nach Simmering 1975 – das ist nichts für Weicheier: "Olle ham des fade Aug", (wobei: "des hams den ganz‘n Tog") abgesehen davon, dass es stinkt. Raus kann man auch nicht, weil Regen. Und dann die, "die Schmiergeld nehman, packeln tan, noch an Skandal, daun pensioniert wern, kurz: a echtes Vorbüld san". "Zwickts mi" ist vier Jahre nach "Da Hofa" Wolfgang Ambros‘ zweiter Hit. Am Freitag vor Pfingsten 1975 landet "Zwickts mi" zum ersten Mal auf Platz 1 der österreichischen Hitparade. (Dicht auf den Fersen ist dem Hit "Griechischer Wein" von Udo Jürgens). "Zwickts mi" erscheint auf dem Album "Es lebe der Zentralfriedhof", aber in "Zwickts mi" geht’s lustiger zu als in den meisten Stücken auf diesem Album. Beherzte Akkorde und fröhliches Pfeifen signalisieren: "So is es halt. Da kann ma nix moch‘n." Zwölf Stücke hat "Es lebe der Zentralfriedhof"; "Zwicks mi" markiert als sechstes Stück die schöne Mitte. Kein Wunder, dass ausgerechnet "Zwickts mi" ein Nummer eins-Hit wurde. "Heut‘ drah i mi ham" oder "Die Familie Pingitzer" eignen sich nicht für diese Rolle. "Zwickts mi" ist mit Abstand das "liabste" Lied auf der Platte.

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In unserer Serie "100 Jahre Republik - Chronik" werden die Erinnerungen unserer Republik von 1918 bis 2018 erzählt. Mehr zu dem Thema finden Sie hier.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-05-14 11:24:23
Letzte Änderung am 2018-05-14 11:25:44




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